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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 31. Januar 2020

Gemeinderat: Vorerst mit mehr Kontrollen

DURCHFAHRT VERBOTEN: Die Fußgängerzone der Durlacher Pfinztalstraße ist für Autos tabu. Engmaschige Kontrollen sollen kurzfristig helfen, die Verwaltung arbeitet an Lösungen. Foto: Fränkle

DURCHFAHRT VERBOTEN: Die Fußgängerzone der Durlacher Pfinztalstraße ist für Autos tabu. Engmaschige Kontrollen sollen kurzfristig helfen, die Verwaltung arbeitet an Lösungen. Foto: Fränkle

 

Pfinztalstraße Durlach/Fußgängerzone: Autos raus

In der Fußgängerzone der Durlacher Pfinztalstraße ist bis auf Lieferverkehr die Durchfahrt für Autos verboten, aber kaum jemand hält sich daran. Vieles wurde in der Vergangenheit vorgeschlagen, versucht, verworfen. Einen neuen Vorstoß im Gemeinderat unternahm jetzt die CDU-Fraktion.

CDU-Stadtrat Dirk Müller forderte die Verwaltung auf, Lösungen für eine Komplettsperrung zu präsentieren und damit „einen rechtskonformen Zustand herzustellen“. Er sei es leid, von der Verwaltung immer nur zu hören, warum etwas nicht gehe, „das ist nicht das, was wir wollen“. OB Dr. Frank Mentrup nahm die Kritik an, fühle sich gar „massiv beauftragt“. „Wir müssen liefern“, sicherte er zu. Kurzfristig hälfen bei der Unterbindung des motorisierten Individualverkehrs nur vermehrte Kontrollen, war in der Stellungnahme der Verwaltung zum Antrag zu lesen, die zuständigen Ämter seien informiert. Bereits diskutierte Optionen hätten neben gewünschten Effekten auch unerwünschte auf Anlieger, Anwohner, Straßenbahn und Lieferverkehr sowie die Zufahrtsmöglichkeiten für Polizei und Rettungskräfte. Daher teste man derzeit in einem Pilotprojekt mit der EnBW den Einsatz intelligenter Zugangssysteme. Bis belastbare, möglicherweise auf Durlach übertragbare Ergebnisse vorlägen, sicherte die Stadt zu, das Verkehrskonzept für die Durlacher Altstadt zu überprüfen und im Sinne besserer Aufenthaltsqualität im Innenstadtbereich zu optimieren.

„Stellen Sie endlich die Weichen auf Umsetzung“, sprang GRÜNE-Stadtrat Benjamin Bauer der CDU bei, und auch Anton Huber (SPD) konnte deren „Frust und Kummer“ nachvollziehen. Nicht glauben wollte FDP-Stadtrat Thomas Hock, dass Poller nicht funktionieren sollten, „wieso kriegen andere Städte das hin?“. Von einem „Schauantrag“, mit dem sich die CDU grün anstreiche, sprach AfD-Stadtrat Oliver Schnell. Keine Schau war das Ganze für Jürgen Wenzel (FW/FÜR), der als Durlacher Ortschaftsrat seit Jahren mit dem Dauerbrenner befasst ist und auf Lösungen drängte. Auch Lukas Bimmerle (Die LINKE) brach eine Lanze für die geplagten Durlacherinnen und Durlacher und forderte auszuschöpfen, was deren Lebensqualität stärke. -maf-

 

 
 

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