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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 31. Januar 2020

KombiNews: Schallschutz schon mitbedacht

RUND UM DAS MEGAPROJEKT Kriegsstraße mit Autotunnel und neuer Trasse werden zurzeit etwa auf der Ludwig-Erhard-Allee endgültige Fahrbahn sowie Rad- und Gehwege hergestellt. Foto: Fränkle

RUND UM DAS MEGAPROJEKT Kriegsstraße mit Autotunnel und neuer Trasse werden zurzeit etwa auf der Ludwig-Erhard-Allee endgültige Fahrbahn sowie Rad- und Gehwege hergestellt. Foto: Fränkle

 

Arbeiten für endgültige Wege/In Bahntunnel rund 900 Kilometer Kabel zu verlegen

Beim Thema Verkehr spielt immer wieder Schallschutz eine Rolle. So ist es auch bei der Kombilösung und konkret dem Bahntunnel unter Kaiser- und Karl-Friedrich-Straße. An allen drei Rampen (Ost, West, Süd, also Durlacher und Mühlburger Tor sowie Ettlinger Straße zwischen Luisen- und Augartenstraße) sind die Lärmemissionen reduzierenden silbernen Elemente bereits installiert.

Arbeiter montierten sie in die zuvor beim Rohbau der Rampenwände ausgesparten Vertiefungen. Der Schallschutz soll später einmal im Bahnbetrieb, regulär voraussichtlich ab 2022, dafür sorgen, dass weniger Geräusche von in den Tunnel ein- oder aus dem Tunnel ausfahrenden Stadt- und Straßenbahnen nach außen dringen.

Dafür geht aktuell, führt die Karlsruher Schieneninfrastruktur-Gesell-schaft (KASIG) aus, auch der Innenausbau der sieben künftigen unterirdischen Haltestellen und sämtlicher Zwischenabschnitte weiter voran. Verschiedene Handwerker sind dort für den Terrazzo-Boden zugange sowie etwa die Deckenverkleidung, der ein Akustikputz folgt, ebenfalls zur Geräuschdämmung. Mit erheblichem Aufwand verbunden ist die Installation der Elektro-Anlagen: Insgesamt etwa 900 Kilometer Kabel sind auf gut zwei Kilometern Hauptstrecke plus rund einem Kilometer Südabzweig zu verlegen. Hohe Anforderungen durch Sicherheits-, besonders Brandschutzregelungen müssen sie erfüllen, um später den Betrieb der Bahnen, aber auch von Einrichtungen wie Rolltreppen und Aufzüge zu garantieren.

Bei den Umbaumaßnahmen rund um die Kriegsstraße als zweite Großbaustelle zur Realisierung der Kombilösung dominiert naturgemäß der Betonbau, im Vorfeld der Erdaushub. Teils geht es beim dort entstehenden Kraftfahrzeugtunnel auch schon um dessen Innenausbau. In den beiden östlichsten Bereichen – Baufelder O1 und O2 in der Ludwig-Erhard-Allee bis zur Kreuzung der Kriegsstraße mit Rüppurrer und Fritz-Erler-Straße – werden die Notgehwege angelegt. Hergestellt werden auch Schlitzrinnen. Die nehmen das über Rampen und Fahrzeuge auftretende Wasser auf und leiten es über Sammler in die Kanalisation. -red-/-mab-

 
 

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