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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 31. Januar 2020

Stadtplanung: Entlastung für Hagsfeld

HAGSFELD ENTLASTEN: Die Stadtplaner favorisieren die Variante mit der Brücke. Der Gemeinderat entscheidet im Februar. Grafik: TBA

HAGSFELD ENTLASTEN: Die Stadtplaner favorisieren die Variante mit der Brücke. Der Gemeinderat entscheidet im Februar. Grafik: TBA

 

Bei Info standen Varianten mit Brücke oder Trog im Fokus

Der Andrang beim Info-Termin „Umfahrung Hagsfeld“ kürzlich war enorm. Der Saal platzte aus allen Nähten, als OB Dr. Frank Mentrup, der von Stadt- und Verkehrsplanern begleitet wurde, die Öffentlichkeit auf den Sachstand brachte.

Bei den Vorbereitungen für ein Planfeststellungsverfahren geht es darum, den fehlenden Lückenschluss im übergeordneten Straßenverkehr zwischen dem Autobahnanschluss Karlsruhe Nord, der B10 und der L560 herzustellen, um Hagsfeld und Rintheim vom Durchgangsverkehr zu entlasten sowie den Technologiepark an die Umfahrung anzuschließen. Über die Entlastung sprach Brigitte Stummer (Stadtplanungsamt), die betonte, dass in den Berechnungen unter anderem der Verkehr von Ikea einkalkuliert sei. Für Hagsfeld rechne man mit einer Reduzierung von 30 Prozent Verkehr.

Für die beiden neuen Anschlüsse der Umfahrung an die Elfmorgenbruch- und die Haid- und Neu-Straße wurden verschiedene Knotenpunktformen (Kreuzung mit Ampel und Kreisverkehre) untersucht. Im Fokus standen ein Über- und Unterführungsbauwerk zur Querung der DB-Strecke. Pro und Contra beider Bauwerke erläuterte Christian Müller (Mailänder Consult). Bei der Unterführung (Trog) ist der Eingriff geringer als bei der Brücke. Allerdings ist die Trennwirkung für Flora und Fauna höher. Zudem fallen dauerhafte Betriebskosten für ein Pumpwerk an. Ferner würden Unterführungen oft als „Angstraum“ empfunden. Kosten: 70 Millionen Euro. Die aufgeständerte Brücke wiederum fügt sich nachteiliger in das Landschaftsbild ein, dafür ist die Trennwirkung für Flora und Fauna geringer. Kosten: 55 Millionen Euro. Die Stadtplaner votierten für die Brückenvariante. Auch der Artenschutz war Thema (Zaun- und Mauereidechse).

Heiß diskutiert wurde der Schallschutz. Müller berichtete über Lärmreduzierung an der Quelle oder passive Maßnahmen. Von einer großen Belastung durch Lärm sprach ein Anwohner, der bat, auch die DB mit ins Boot zu nehmen. Von einer Bürgerin wurde angezweifelt, dass es zu einer Minimierung des Verkehrs in Rintheim komme. Mancher kritisierte negative Auswirkungen auf das Klima. Andere äußerten sich positiv zu den Plänen. Mentrup zeigte sich erfreut darüber, dass bei den Planungen ein Kindergarten erhalten bliebe und bedankte sich für die vielen Rückmeldungen. Mitte Februar wird der Gemeinderat die Varianten gewichten. Danach erfolgen die Genehmigungsplanung und der Antrag auf Planfeststellung. -voko-

 
 

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