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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 7. Februar 2020

Bundesverdienstkreuz: Herz schlägt für die Slowakei

EHRUNG: Luczak-Schwarz, Dr. Schmitt, seine Frau und  Schütz (v. l.)  freuen sich über die Verleihung des  Bundesverdienstkreuzes. Foto: MMG

EHRUNG: Luczak-Schwarz, Dr. Schmitt, seine Frau und Schütz (v. l.) freuen sich über die Verleihung des Bundesverdienstkreuzes. Foto: MMG

 

Bei der Verleihung des Bundesverdienstkreuzes an den früheren Leiter von „Stadtbibliothek, Archiv, Sammlung“ der Stadt, Dr. Heinz Schmitt, charakterisierte EB Gabriele Luczak-Schwarz den heute 87-Jährigen mit Goethe als unermüdlichen Macher: „Es ist nicht genug zu wissen – man muss auch anwenden. Es ist nicht genug zu wollen – man muss auch tun“.

Mit beeindruckendem Enthusiasmus widme sich Schmitt als gefragter Experte seit über 50 Jahren der Heimat-, Landes- und Volkskunde sowie Sprache und Brauchtum. In seiner Amtszeit (1978 bis 1998)  gestaltete er das Pfinzgaumuseum um, modernisierte das Stadtarchiv, verlegte die Kinder- und Jugendbibliothek  in das  Prinz-Max-Palais und zog mit der Stadtbibliothek 1993 in das Neue Ständehaus. Ebenso begleitete er den Besuch der ehemaligen jüdischen Mitbürgerinnen und -bürger 1988.

Dem  „Historiker aus Leidenschaft und gefragtem Autor“ überreichte Staatssekretärin Katrin Schütz für den Bundespräsidenten den Orden. Das Andenken an die Karpatendeutschen zu bewahren, ihre Zeugnisse zu erforschen und der Öffentlichkeit zugänglich zu machen,  stellte sie als Schmitts „Lebensthema“ heraus. Im Vorstand und seit 2010  als stellvertretender Vorsitzender des Karpatendeutschen Kulturwerks Slowakei habe Schmitt 1985 das Karpatendeutsche Museum in der Karlsburg gegründet und 1993 während der Europäischen Kulturtage zur Slowakei das vergrößerte Museum eröffnet.

Mittlerweile ist Karlsruhe Sitz des Karpatendeutschen  Bundesmuseums und -archivs. Auf Schmitts Vorschlag hin wurde  2004 die Stiftung Karpatendeutsches Kulturerbe gegründet, deren Programm er maßgeblich mitgestaltet. Dazu kommen noch weitere Engagements wie für den Landesverein Badische Heimat oder den Arbeitskreis Heimatpflege im Regierungsbezirk Karlsruhe. Schmitt „freute sich über die Auszeichnung“. -cal-

 
 

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