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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 7. Februar 2020

Grötzinger Baggersee: Gute Note für Badesaison

GRÖTZINGER BAGGERSEE: Zugleich Naturidyll und die einzige, freigegebene Freiwasser-Badechance auf städtischer Gemarkung. Foto: Knopf

GRÖTZINGER BAGGERSEE: Zugleich Naturidyll und die einzige, freigegebene Freiwasser-Badechance auf städtischer Gemarkung. Foto: Knopf

 

Kaum Verwarnungen am Grötzinger Baggersee / Ortsvorsteherin Eßrich: „Es spielt sich ein“

Etliche Themen standen kürzlich bei der öffentlichen Sitzung des Arbeitskreises Baggersee Grötzingen auf dem Programm. Zunächst erörterte Ortsvorsteherin Karen Eßrich mit Fachämtern und Vereinen den Ablauf der jüngsten Saison, zudem gab es Anträge der Parteien zu Fahrradständern, Rettungsringen und Parkplätzen.

Hintergrund: Der Grötzinger See hat als einzige, freigegebene Freiwasser-Badechance auf Karlsruher Gemarkung eine Ausnahmestellung, mit der eine besondere Verantwortung einhergeht. Hier können auch Hunde oder Pferde unter bestimmten Bedingungen von ihren Haltern ins kühle Nass geführt werden.
Zum Fazit der Saison 2019 meinte Eßrich: „Ich habe den Eindruck, dass es sich eingespielt hat. Rechtsverstöße gab es wenige oder es wurde vorwiegend mündlich verwarnt.“ Die Einschätzung der Ortsvorsteherin teilten sämtliche Akteure.

Das Liegenschaftsamt etwa sprach acht mündliche Verwarnungen aus, das Ordnungsamt notierte ein Bußgeld für verbotenes Parken. Positive Signale kamen auch vom Fischerverein. „Es hat sich deutlich beruhigt. Es sind weniger Menschen in die Naturschutzzone eingedrungen und diese haben sich einsichtig gezeigt“, so der Vertreter der Angler.

Diskutiert wurde ein SPD-Antrag für Radständer. Statt Metall wurde unter anderem ein Holzgeländer vorgeschlagen, als Ort sah Eßrich einen Platz vor der Schranke „als unproblematisch an, weil da ohnehin schon geparkt wird“. Ein weiterer Punkt war die Installation von Rettungsringen (CDU-Antrag), um so für mehr Sicherheit zu sorgen, wenn die DLRG nicht vor Ort ist. Debattiert wurde auch über eine Notrufsäule. „Grundsätzlich ist das sinnvoll. Erfahrungen mit Vandalismus gibt es an anderen Seen so gut wie keine“, sagte ein DLRG-Vertreter. Andere Stimmen hielten in Zeiten des Smartphones eine Notrufsäule für übertrieben.

Für mehr PKW-Parkplätze votierte die MfG-Fraktion. Ärgerlich sei ferner, dass Parkplätze von Bauteilen belegt seien. Hier versprach das zuständige Amt Abhilfe. Kontrovers wurde erörtert, ob mehr Parkplätze eventuell mehr Autofahrer von weiter her anziehen. Zustände aus jüngerer Vergangenheit will man vermeiden. Dem wurde erwidert, dass auch ortsansässige Menschen, etwa mobilitätseingeschränkte, eventuell nur per PKW zum See können. Eßrich schlug vor, dies zur Entscheidung an den Ortschaftsrat zu geben. -voko-

 
 

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