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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 7. Februar 2020

Indoor Meeting: Karlsruhe feiert Fest der Leichtathletik

FREUDE AN EHRE: BM Lenz, Ridgeon (IAAF), Wacker und König, heutiger und früherer Direktor, Sportdirektor Alain Blondel (v. l.). Foto: MMG

FREUDE AN EHRE: BM Lenz, Ridgeon (IAAF), Wacker und König, heutiger und früherer Direktor, Sportdirektor Alain Blondel (v. l.). Foto: MMG

WELTREKORD: Die erst 18-jährige Hochspringerin Mahuchikh erzielte beim auch dieses Jahr ausverkauften und hochklassigen Karlsruher Indoor Meeting eine U-20-Bestmarke.  Foto: pr/Andreas Arndt

WELTREKORD: Die erst 18-jährige Hochspringerin Mahuchikh erzielte beim auch dieses Jahr ausverkauften und hochklassigen Karlsruher Indoor Meeting eine U-20-Bestmarke. Foto: pr/Andreas Arndt

 

Messehalle begeisterte samt U-20-Weltrekord wieder als Arena der Spitzenleistungen

Karlsruhe ist festes Element der siebenteiligen World Athletics Indoor Tour und über vorigen Freitag erneut präsentierte Weltklasse-Leichtathletik auch in einem Atemzug mit New York zu nennen. Die US-Metropole enthüllt am Samstag, was die Fächerstadt zuvor als Erste für ein Hallen-Ereignis erhielt: die World Athletics Heritage Plaque.

Ehe am Abend in der wieder einmal einwandfrei zur Leichtathletik-Arena umfunktionierten Halle 3 der Messe Karlsruhe Läufe und Sprünge begeisterten, war das restlos ausverkaufte Indoor Meeting selbst bei einem städtischen Empfang im Rathaus zu ehren. Der Vorstandsvorsitzende des Weltverbands IAAF, Jon Ridgeon, freute sich „außerordentlich“ darüber, endlich einmal in Karlsruhe zu sein und die besondere Auszeichnung verleihen zu dürfen: „Immer ein aufsehenerregender Start in das neue Jahr“, möge das hiesige Indoor Meeting weiter diese wichtige Wirkung entfalten.

„Heute wird unsere Leichtathletik Teil der internationalen Hall of Fame“, hielt Sportdezernent Martin Lenz inne, hob die Ehrenamtsarbeit hervor, die gesellschaftlichen Effekte und das Sponsoring. „Ich weiß nicht, ob Du Dir das hast vorstellen können, diesen Erfolg“, fragte er Siegfried König, der das Meeting 1985 gründete. Der frühere Erste Bürgermeister schüttelte wie erwartet den Kopf - und strahlte. Die Stadt selbst trug wieder über Etatmittel für Hallenertüchtigung und Durchführen der Veranstaltung auf Basis eines Gemeinderatsvotums dazu bei, dass Karlsruhe mit live übertragenem Spektakel zur besten Sendezeit erneut weltweit Beachtung fand. Mit Spitzenleistungen und mehreren Bestmarken.

Der ukrainischen Hochspringerin Yaroslava Mahuchikh gelang mit 2,02 Metern ein U-20-Weltrekord. Als Dritte, die sich dank erbrachter Olympia-Norm von 1,96 Metern auf Tokio freut, sorgte Imke Onnen aus deutscher Sicht für Jubel. Wie Deutschlands Sportlerin des Jahres, Weitspringerin Malaika Mihambo. Sie hatte nur über 60 Meter sprinten wollen, dann aber auf das Finale verzichtet. Für ihre Paradedisziplin, in der sie mit 6,83 Metern auf Platz zwei landete. Frankreichs Stabhochsprung-Ass Renaud Lavillenie reichten 5,70 Meter zum Sieg, Rang zwei seines Bruders Valentin freute ihn fast noch mehr. Im Weitsprung der Männer erreichte Lokalmatador und Olympia-Hoffnung Julian Howard auch das Podest. Nach den ersten fünf Sprüngen führte er das Feld an.

Dann zählte im Finale der drei Besten nur noch ein Sprung, bei dem er übertrat – Rang drei: „Mit den 7,88 Metern bin ich nicht unbedingt zufrieden, aber es war ein toller Wettkampf. Es gibt nichts Schöneres, als hier vor Heimpublikum zu springen.“ Martin Wacker, Meeting-Direktor und Geschäftsführer der ausrichtenden Karlsruhe Marketing und Event GmbH, bilanzierte über „Spitzensport in Karlsruhe mit dieser internationalen Strahlkraft“ sehr zufrieden „Standortmarketing vom Feinsten“. Schon beim Empfang hatte er indes betont: „Ohne Teamarbeit kein Erfolg.“ -mab-/-red-

 
 

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