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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 7. Februar 2020

Kombilösung: Tunnelbau am Karlstor naht

KRAN AN KRAN: Die für das Andienen von Material benötigten, besonders hohen Groß-Geräte zeugen vom intensiven Kraftfahrzeugtunnelbau in der Kriegsstraße – für deren Umbau. Foto: KASIG

KRAN AN KRAN: Die für das Andienen von Material benötigten, besonders hohen Groß-Geräte zeugen vom intensiven Kraftfahrzeugtunnelbau in der Kriegsstraße – für deren Umbau. Foto: KASIG

RUND UM DAS KARLSTOR laufen verschieden Arbeiten für die späteren Verkehrsregelungen im Sinne der Kombilösung. Foto: MMG

RUND UM DAS KARLSTOR laufen verschieden Arbeiten für die späteren Verkehrsregelungen im Sinne der Kombilösung. Foto: MMG

 

Vielerorts Vorbereitungen für Wege nach Kombilösung / Leitungen und Anlagen

Im westlichsten der Kriegsstraße-Baufelder ist ein weiterer Schritt für den dortigen Bau des Kraftfahrzeugtunnels mit dem Sperren des Kraftfahrzeugverkehrs gen Norden, entlang der Karlstraße, getan. Ab 1. April ist auch der Gegen-, ab 20. April der Schienenverkehr dran. Am Karlstor ferner zu beobachten sind rundum die ohnehin zahlreichen Umbauten an der oberirdischen Verkehrsführung samt Gehwegen. Geräumt wird das Grünbeet im westlichen Kreuzungsbereich, das den Arbeiten sonst im Weg stünde.

Unterirdisch, in der jetzt schon nicht mehr genutzten Unterführung, läuft das sogenannte Kernen, das Durchbohren der alten Sohlplatte. Wie die Karlsruher Schieneninfrastruktur-Gesellschaft (KASIG) als Bauherrin der Kombilösung weiter erklärt, wird dort die Weichgelsohle hergestellt werden, die die Grube gegen von unten eindringendes Grundwasser abdichtet. Im Baugrubenbereich vor dem Bundesgerichtshof (BGH), östlich nebenan, ist die Weichgelsohle schon bald komplett hergestellt und die Dichtigkeitsprüfung in Vorbereitung. Noch etwas weiter ostwärts ist ein Teil des Baufelds W1 bereits an den Betonbau übergeben.

Sichtbares Zeichen seit Mitte Januar ist ein Hochbaukran, der diesen Bereich andient und mit zum Tunnelbau notwendigem Material versorgt. Ein weiterer, zur gleichen Zeit Errichteter, versorgt mit W3 und W4 den Bereich des Tunnelbaus, der sich von Westen auf das Ettlinger Tor zu bewegt. Bis voraussichtlich etwa Anfang September soll diese Lücke geschlossen und damit auch das Kombibauwerk direkt unter der Kreuzung Ettlinger Tor an den westlichen Teil des Straßentunnels angeschlossen sein. In O4 vor dem Staatstheater wird ein Tunnelabschnitt nach dem anderen hergestellt: Sohlen, Außenwände und Mittelwand sowie schließlich die einzelnen Deckelabschnitte.

Während es in allen Baufeldern im jeweiligen Stadium vorangeht und auch die oberirdische Wegegestaltung wie auf der stadtauswärts führenden Seite der Ludwig-Erhard-Allee weiter Form annimmt, dominiert beim Innenausbau des Bahntunnels unter der Kaiserstraße und im Südabzweig weiter das Handwerk: Elektrische Anlagen werden installiert, kilometerweise Kabel eingezogen, bereits fest installierte Anlagen wie die 58 Fahrtreppen, 22 Aufzüge, 251 Brandschutztüren oder auch die 146 raumlufttechnischen Anlagen mit Strom versorgt. Oben sichtbar ist etwa der Einbau der Rauch-Wärme-Anlagen an den künftigen Haltestellen beziehungsweise Zugängen Marktplatz und Durlacher Tor. -red-/-mab-

 
 

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