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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 14. Februar 2020

Kultur: Großer Auftritt für die Skulptur

KUNSTPARCOURS: 210 Galerien aus 15 Ländern präsentieren eine künstlerische Bandbreite, die vom Expressionismus über Informel, Pop und Zero bis zu allerjüngsten Strömungen nichts auslässt. Foto: Fränkle

KUNSTPARCOURS: 210 Galerien aus 15 Ländern präsentieren eine künstlerische Bandbreite, die vom Expressionismus über Informel, Pop und Zero bis zu allerjüngsten Strömungen nichts auslässt. Foto: Fränkle

 

Bis Sonntag Szenetreff

Die Art Karlsruhe feiert die Skulptur. Erstmals haben die 20 weitläufigen Skulpturenplätze als typisches Charakteristikum im Halleninnern mit dem Skulpturengarten im Atrium einen Ableger unter freiem Himmel.

Die 17. Ausgabe der Kunstmesse für Klassische Moderne und Gegenwartskunst in der Messe Karlsruhe wurde am Mittwochabend eröffnet. Noch bis Sonntag laden 210 Aussteller aus 15 Ländern mit 195 One-Artist-Shows zum Szenetreff. 40 Galerien sind erstmals dabei. Die geschätzten 50.000 Schaulustigen und Käufer erwarte ein „Festival des Dreidimensionalen“, unterstrich Art-Kurator Ewald Karl Schrade vor der Presse, damit werde die Arbeit und der logistische Aufwand der vergangenen 16 Jahre „geadelt“.

Eine Adelung erfuhr Karlsruhe auch jüngst mit der Auszeichnung als UNESCO-City of Media Arts. Auf Deutschlands frisch gekürten Hotspot der Medienkunst weist das ZKM Art-Gäste bei der Ankunft am Hauptbahnhof und am Blauen Kubus (ZKM-Vorplatz) hin.

Wie immer gibt es Schwerpunkte. Etliche Galeristen zeigen weiblichen Positionen wie die von Lotte Laserstein, Francis Gillot oder Tamara de Lempicka. Die stark vertretene Klassische Moderne repräsentieren Pablo Picasso, Max Ernst oder Otto Dix, die Gegenwartskunst Gerhard Richter, Neo Rauch, Jeff Koons, Alex Katz oder Cindy Sherman. Vertreten sind auch kreative Grenzgänger mit Doppelbegabungen. Peter Handke macht nicht nur als Literaturnobelpreisträger von sich reden, auch als Künstler. Ebenso Bob Dylan. Und wer verbindet Kabarettist Dieter Nuhr oder Jazz-Trompeter Till Brönner mit Fotografien? Eine Sonderausstellung widmet sich der druckgrafischen Kollektion von Hans-Peter Haas, der als „Drucker für die Künstler – und Künstler unter den Druckern“ (Bildhauer Heinz Mack) gilt und „Serigraphien großer Meister von Ackermann bis Vasarely“ zeigt.

Eine weitere Schau zur Druckgrafik will Einsteigern mit günstiger Auflagenkunst Gelegenheit zum Aufbau einer Sammlung bieten. Die Art biete „Herausragendes zu erschwinglichen Preisen“, machte Messe-Chefin Britta Wirtz deutlich, was deren Reiz ausmache. Hier drehe sich primär alles um Kunst,  „Schönheit und Erkenntnis“ kämen vor „Rendite und Spekulation“.

Termine im Begleitprogramm sind Kunstgespräche, die Verleihung des Loth-Skulpturenpreises, des Hans Platschek-Preises für Kunst und Schrift an Helga Schmidhuber  sowie die Kür des besten Messeauftritts mit dem mit 15.000 Euro dotierten art-Karlsruhe-Preis von Stadt und Land. Geöffnet ist die Art Karlsruhe täglich von 11 bis 19 Uhr. Die Tageskarte kostet 23 Euro. Ab 16 Uhr gilt der Abendtarif zu 18 Euro. Weitere Infos unter der Adresse www.art-karlsruhe.de - hier ist auch der Katalog zu finden. -red-/-maf-

 
 

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