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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 14. Februar 2020

Kultur: Schatz Holzmüllers jetzt in Grötzingen

GREGOR STEHLE (rechts) kuratierte nun eine Ausstellung über das Werk des Art Brut-Künstlers Stefan Holzmüller (links) aus Grötzingen. Foto: Stehle

GREGOR STEHLE (rechts) kuratierte nun eine Ausstellung über das Werk des Art Brut-Künstlers Stefan Holzmüller (links) aus Grötzingen. Foto: Stehle

 

Leben und Werk Stefan Holzmüllers ist im Grötzinger Kunstfachwerk N6 ab 16. Februar eine Ausstellung gewidmet. Trotz internationaler Anerkennung seiner „wilden und rohen“ Keramik wurde der ortsbekannte Künstler in seinem Heimatort unterschätzt.

Sein Schüler Gregor Stehle hat nun zehn Jahre nach seinem Tod das Werk gesichtet, von dem 365 Arbeiten auf dem Speicher der Ortsverwaltung lagerten. 2019 von Freunden und privaten Initiatoren erworben, sind daraus sehr persönliche, bisher unbekannte Schätze über „Frau und Tod“ zu sehen. Weitere 160 dokumentierte Stehle fotografisch.

Die teilweise illustrierte, französische Korrepondenz mit dem „Entdecker“ der Art Brut, Jean Dubuffet, und mit  Michel Thévoz, dem ersten Leiter der Collection de l’Art Brut in Lausanne belegen 20 Faksimiles. Ebenso sind Bilder des Fotografen Mario del Curto und der Fotojournalistin Stephanie Pilick ausgestellt. Der Film „Hirsche mit goldenen Hufen“ erlaubt Einblicke in die Welt Holzmüllers als Kenners der antiken Mythologie. Laut Stehle habe der Künstler als Schatzsucher Gefühltes ohne Unterbrechung und ohne Werkzeuge mit der Hand in Ton geformt nach dem Motto „Vom objektiven Erleben ins Subjektive“.

Eröffnet wird die Schau am Samstag, 15. Februar, 18 Uhr. Führungen laufen am 16. Februar und 1.März, 11 und 15 Uhr, das Katalogprojekt wird am 23. Februar, 14 bis 18 Uhr vorgestellt und zur Finissage, 8. März, gibt es von 19 bis 21 Uhr „musique brute“. -red-/-cal-

 
 

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