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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 14. Februar 2020

Sturmtief: Stadt war für „Sabine“ gut gerüstet

DACHSCHADEN: Nur kurz musste das K 8 deshalb schließen. Foto: Fränkle

DACHSCHADEN: Nur kurz musste das K 8 deshalb schließen. Foto: Fränkle

ACHTUNG: Noch gibt es viele Gefahrenstellen in Karlsruher Wäldern. Diese Kiefer im Hardtwald hat „Sabine" umgeknickt. Foto: Forstamt

ACHTUNG: Noch gibt es viele Gefahrenstellen in Karlsruher Wäldern. Diese Kiefer im Hardtwald hat „Sabine" umgeknickt. Foto: Forstamt

 

Sturmtief verursachte keine größeren Schäden / Service weitgehend aufrecht erhalten / OB dankt Dienststellen für ihren Einsatz

Das Sturmtief „Sabine“, das von Sonntagabend bis Montag (9. und 10. Februar) über Karlsruhe hinweg fegte, hinterließ in der Fächerstadt keine größeren Schäden. Die Stadt war auf die Herausforderungen des massiven Unwetters gut vorbereitet und konnte die Einschränkungen für die Bürgerinnen und Bürger so gering wie möglich halten.

Die städtischen Dienststellen trafen bereits am Sonntagnachmittag, nachdem der Verwaltungsstab der Stadt Karlsruhe zusammen gekommen war, eine Reihe von Entscheidungen, die mögliche Gefahrenquellen schon im Vorfeld minimierten, auf der anderen Seite aber auch den Service weitgehend aufrecht erhielten. Dort, wo es zu Behinderungen und Einschränkungen kam, waren Teams unterschiedlicher Ämter schnell zur Abhilfe vor Ort. Vor dem gemeinderätlichen Hauptausschuss dankte OB Dr. Frank Mentrup am Dienstag den bei der Bewältigung des Sturmtiefs Beteiligten „sehr herzlich für ihre engagierte und vorausschauende Arbeit". Ausdrücklich bezog der OB die Verantwortlichen des ÖPNV in seinen Dank ein, die mit durchgängigem Betrieb bei innerstädtischen Bahnen der VBK und zeitweiser Einstellung des Stadtbahnverkehrs der AVG „ genau die richtigen Entscheidungen trafen."

Keine Verletzten
Die Branddirektion war mit Kräften der Berufsfeuerwehr und der Freiwilligen Feuerwehren zwischen Sonntag, 18 Uhr, und Montag, 13 Uhr, zu insgesamt 118 Einsätzen allein im Karlsruher Stadtgebiet ausgerückt. Erfreulich dabei war, dass die Feuerwehrleute weder verletzte Personen bergen mussten, noch sich mit außergewöhnlichen Schadenslagen konfrontiert sahen. Das Tiefbauamt war ab 5.30 Uhr im Straßennetz unterwegs, stellte durch Böen umgestürzte Bauzäune wieder auf und setzte an vier Kreuzungen ausgefallene Lichtanlagen wieder in Betrieb. Beim Gartenbauamt, das städtische Grünanlagen kontrollierte, gingen 50 Schadensmeldungen durch umgestürzte Bäume oder herabgefallene Äste auf Autos oder auch auf ein Dach ein. Während die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bereits einen Großteil dieser Fälle abgearbeitet haben, dauern die Aufräumarbeiten noch einige Tage an.

Wald nicht betreten
„Sabine“ riss im städtischen und im staatlichen Wald keine großflächigen Lücken, doch einige Waldwege sind noch durch umgestürzte Bäume blockiert. Der Forst weist die Bürgerinnen und Bürger darauf hin, dass auch nach dem Sturm das Betreten des Waldes sehr gefährlich ist, da auch weiterhin Baumteile herabstürzen und Bäume umfallen oder abbrechen können. Umgestürzte Bäume und herabgefallene Äste gab es auch auf den Friedhöfen, die deshalb am Montag geschlossen blieben. Trauerfeiern konnten stattfinden, Beisetzungen wurden in Absprache mit den Angehörigen auf später verschoben.

Im Zoologischen Stadtgarten gab es keine nennenswerten Schäden. Doch der blieb sicherheitshalber wie auch der Schlosspark Durlach am Montag geschlossen. Im Tierpark Oberwald kam es zu Schäden an den Einzäunungen der Gehege. Tiere aber brachen keine aus, die Gehege sind wieder gesichert.   
Die städtischen Gebäude im Stadtgebiet zog „Sabine“ nicht in Mitleidenschaft, sie konnten ihren Betrieb aufrechterhalten. Mit Ausnahme des Bürgerbüros in der Kaiserallee 8: Dort riss das Sturmtief drei große Löcher ins Dach des Gebäudes. Deshalb musst das K 8 am Montagmorgen vorübergehend schließen. Bis Mittag hatte allerdings die Feuerwehr lose Ziegel vom Dach geholt und eine Firma den Schaden so weit repariert, dass das Bürgerbüro seinen Betrieb wieder aufnehmen konnte.

Das Schul- und Sportamt meldete keine besonderen Vorkommnisse. Die Hausmeister hätten keine größeren Schäden an den Gebäuden entdeckt. Die Möglichkeit ihre Kinder am Montag zu Hause zu lassen, hätten zahlreiche Eltern genutzt. Die Müllabfuhr, die am Montag nicht auf Tour konnte, leerte die stehen gebliebenen Tonnen im Laufe der Woche nach. -trö-

 
 

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