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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 21. Februar 2020

Fastnacht: Närrische Jubiläen und Premieren

DIE MOTTOS zum Fastnachtsfinale 19/20 lauten „Karlsruh‘s Umzug zieht famos, schon 8 x 11 durch d‘ Kaiserstroß!“ und „Dorlach’s Umzug, keine Frage, ein Sonnenstrahl der tollen Tage!“ Archivfoto: Fränkle

DIE MOTTOS zum Fastnachtsfinale 19/20 lauten „Karlsruh‘s Umzug zieht famos, schon 8 x 11 durch d‘ Kaiserstroß!“ und „Dorlach’s Umzug, keine Frage, ein Sonnenstrahl der tollen Tage!“ Archivfoto: Fränkle

 

Auf Durlachs 66. folgt Karlsruhes 88. Umzug – mit Jury und Schlüssel zum Schluss

Die lokale Fastnacht steuert auf ihre Höhepunkte zu. Und begeht mit Durlachs 66. Umzug am Sonntag, 23. Februar, sowie Karlsruhes 88. am Dienstag, 25. Februar, je ab 14.11 Uhr, zwei närrische Jubiläen. „Ohne die extrem positive Unterstützung“ der Stadt „wäre ein auf ehrenamtlichen Schultern ruhendes Unterfangen wie das unsrige nicht realisierbar“, betonte der Präsident des Organisationskomitees Durlacher Fastnacht, Torsten Holzwarth, im Vorfeld.

Sieht auch sein Pendant des Festausschusses Karlsruher Fastnacht, Michael Maier, so. Der hatte zur Pressekonferenz eingeladen, auf der Polizei-Einsatzleiter Martin Plate allgemeingültig das Gemeinschaftswerk unterstrich.

Neu ist: Statt des Mittagsempfangs im Rathaus, gibt Maier („zum richtigen Zeitpunkt“) den bei Zugnummer elf mitfahrenden Schlüssel erst beim Kehraus in der Schwarzwaldhalle ab 16.11 Uhr zurück an den mitfeiernden OB Dr. Frank Mentrup. Über den Adenauerring zur Aufstellung schlängelt sich Karlsruhes närrischer Lindwurm zuvor traditionell Kaiser- und Karlstraße entlang.

Ehe es auf Höhe Mathystraße, hinter Familienzone und drittem Moderationspunkt (nach Marktplatz mit erstmals überdachter Tribüne und Stephanplatz mit Handicap-Zone), zum Kongresszentrum geht. Von gut 80 Gruppen ist je etwa die Hälfte motorisiert respektive zu Fuß unterwegs. Um zu guter Stimmung bei rund 80.000 Gästen beizutragen.

Im besten Fall mit der gleichen Besucherzahl entlang Durlachs Strecke (Karlsburg- über Pfinztal-, Gritzner-, Christofstraße nach Aue) rechnet auch Holzwarth bei 56 Gruppen. In beiden Fällen gibt es wieder SOS-Inseln für Opfer von Straftaten oder Menschen, die sich bedroht fühlen. Eigens aufgestockte Jugendschutz-Teams starten schon vor den Umzügen ihre Ansprache, um etwa über die Gefahren durch Alkoholkonsum aufzuklären.

Bereits bedenklich Berauschte, zumindest sofern minderjährig, können sie weiterleiten und den Eltern melden. Rettungskräfte und Erstversorgungsstellen gibt es natürlich auch. Das Tiefbauamt baut rund zehn Tonnen Sperr- und Lenkmaterial auf und ab. „Pöbeleien und Belästigungen sind inakzeptabel“, warnte Plate. Die abstrakte Terrorlage behalte die Polizei auch im Blick; Barrierefahrzeuge könnten Angriffe von außen unterbinden.

Fastnachtsdienstag für eine weitere Narretei-Premiere sorgen versteckte Juroren. Um „Idee und Motto“, „Ausführung“ und „Wirkung auf das Publikum“ zu bewerten. Die Besten werden sogleich bei der Abschlussfeier, die auch auf die nächste Saison vorausblickt, gekürt. -mab-

 
 

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