Sprung zur Navigation. Sprung zum Inhalt, Sprung zur Suchmaschine

Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 21. Februar 2020

Gemeinderat: Probelauf für Oberflächenschutz an Stromkästen

Weniger verunstaltet

In Karlsruhe stehen mehrere tausend Verteilerkästen, die je nach Sichtweise mit illegaler Graffiti unschön beschmiert oder kunstvoll aufgewertet sind.

Auf Antrag der SPD-Gemeinderatsfraktion wird die Stadt nun an verschiedenen Standorten testen, ob ein Schutzlack-Anstrich gegen Verunstaltungen hilft und welche Möglichkeiten künstlerischer Gestaltung denkbar sind. Prävention sei deutlich teurer als die Beseitigung der Auswüchse, führte die Verwaltung aus, dass Reinigung, Grundierung und Beschichtung der Oberflächen zwischen 250 und 450 Euro koste. Und selbst wenn das Besprühen und Bekleben erschwert würde, ließen sich Eingriffe wohl nicht ganz unterbinden. Graffiti sei schützenswert, deren Erhalt verringere womöglich das Ausweichen auf Gebäude, fand KAL/Die PARTEI. Nicht alles sei künstlerisch wertvoll, hielt die Verwaltung dagegen. Ob und welche Standorte sich für Gestaltung durch Schulen, Künstler oder Vereine eigneten - Akzente, für die auch DIE LINKE warb - müsse im Einzelfall entschieden werden. Um das Stadtbild nicht mit visuellen Reizen zu überfrachten, sollten Stromkästen nach Ansicht der Verwaltung möglichst unauffällig bleiben. Die Kunstkommission nimmt sich des Themas an. -maf-

 
 

Zur Übersicht der Wochenausgabe