Sprung zur Navigation. Sprung zum Inhalt, Sprung zur Suchmaschine

Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 21. Februar 2020

Gemeinderat: Zukunft Innenstadt

TEIL DER ÖSTLICHEN Kaiserstraße ist auch der Kronenplatz. In Bezug auf Aufenthaltsqualität gibt es hier noch viel Potenzial. Foto: Fränkle

TEIL DER ÖSTLICHEN Kaiserstraße ist auch der Kronenplatz. In Bezug auf Aufenthaltsqualität gibt es hier noch viel Potenzial. Foto: Fränkle

 

Rat unterstützt „Aktionsplans City 2020-2026

Einen Blick ins Karlsruhes Zukunft und damit auch in ein großes IQ-Korridorthema der Stadt wagte am Dienstag der Gemeinderat und gab mit deutlicher Mehrheit grünes Licht für die Umsetzung und Fortschreibung des „Aktionsplans City 2020-2026“.

Das auf Innenstadt-Attraktivität ausgerichtete Konzept resultiert aus dem 2019 vorgestellten „Gutachten zur Zukunftsfähigkeit der Karlsruher City als Einzelhandelsstandort“. Ein Katalog von 124 Maßnahmen soll dafür sorgen, dass die Fächerstadt ihre Magnetkraft nicht verliert. Hierzu hatte sich die von der Verwaltung beauftragte CIMA Beratung und Management GmbH gemeinsam mit städtischen Experten, Einzelhändlern, Eigentümern, Gastronomen, Kulturinstitutionen und weiteren Gewerbetreibenden an einen Tisch gesetzt.

Viele Ideen hat die Stadt bereits realisiert – etwa die Gründung eines „Immoteams“ für eine strategische Entwicklung der City-Immobilien oder die Initiierung eines „Teams Innenstadt“, das ad-hoc auf Anforderungen und Missstände reagieren kann. Nun kann es weitergehen. 2020 dreht sich die Planung vor allem um eine gestalterische Verknüpfung der öffentlichen Räume rund um Europaplatz, Ludwigs- und Stephanplatz. Im Fokus stehen aber auch Karlstraße, östliche Kaiserstraße und die Integration von Digitalisierung.

Im Doppelhaushalt 2021/22 treten Maßnahmen für die Quartiere in den Vordergrund, ebenso die Achse Marktplatz-Schlossplatz. Ab 2023 wird größer gedacht: Konzepte zur Leitung. Lenkung und Orientierung in der City werden neben Weihnachtsbeleuchtung und Bautätigkeiten wichtig. Langfristig soll der Aktionsplan als Arbeitsinstrument fortgeschrieben werden. Dies begrüßten auch alle Fraktionen mit Ausnahme der AfD. „Die Innenstadt ist das Herz von Karlsruhe, und das wollen wir nicht ausbluten lassen“, bekräftigte Fraktionsvorsitzende Zoe Mayer für die Grünen. Für „positive Unruhe“ und die Unterstützung des Handels in der City sprach sich auch CDU-Fraktionschef Tilman Pfannkuch aus. Als „gewaltige Chance“ bezeichnete Sibel Uysal (SPD) eine künftige Flaniermeile und forderte dazu auf, die City „weiterhin neu zu denken“. „Es ist gut und notwendig, unserer Innenstadt Zeit zu widmen und Geld zu investieren“, war sich auch Annette Böringer (FDP) sicher. Kritisch äußerte sich AfD-Stadtrat Oliver Schnell. Neben guten Ansätzen sind seiner Ansicht nach viele Maßnahmen des Plans sinnlos oder gar nachteilig für die City. Petra Lorenz (FW/FÜR) plädierte dafür, die Innenstadt „fit zu machen“, Lüppo Cramer (KAL/Die PARTEI) rief dazu auf, eine attraktive und lebenswerte Innenstadt nicht durch falsche Priorisierung aus den Augen zu verlieren. Schließlich unterstützte Lukas Bimmerle (DIE LINKE) die Arbeit an einer Innenstadt, „die zum Erholen einlädt“. -bea-

 
 

Zur Übersicht der Wochenausgabe