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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 21. Februar 2020

Kombilösung: Ingenieurbau prägt Kriegsstraße

VON OST NACH WEST: Unter dem Mendelssohnplatz „steht“ der Tunnel - in Richtung Westen wird er jetzt weitergebaut. Foto: KASIG

VON OST NACH WEST: Unter dem Mendelssohnplatz „steht“ der Tunnel - in Richtung Westen wird er jetzt weitergebaut. Foto: KASIG

 

Zwischen Mendelssohnplatz und Karlstor geht es voran / Auch der Innenausbau des Bahntunnels unter der Kaiserstraße macht Fortschritte

Beim Umbau der Kriegsstraße mit einer neuen Gleistrasse „oben“ und einem Autotunnel darunter sind vom Baufeld O 3 direkt westlich vom Mendelssohnplatz bis zum Baufeld W 1 am Karlstor die Tunnelbauer am Werk. Und auch die Untertunnelung der Kaiserstraße macht weitere Fortschritte.

Wie die Karlsruher Schieneninfrastruktur- Gesellschaft (KASIG) als Bauherrin der Kombilösung mitteilt, ist im Baufeld O 3 zwischen Mendelssohnplatz und Kreuzstraße außer dem jetzt beginnenden Ingenieurbau noch in Teilbereichen Erdaushub bis zur Endtiefe zu beobachten. Zudem bringen Arbeiter Spritzbeton auf die Wände des Baugrubenverbaus auf. Der Beton soll diese glätten, sie dienen beim Herstellen der Tunnelwände als rückwärtige Schalung. Zu sehen ist auch das Herstellen des Planums: Nach Abschluss des Aushubs wird der Kies-Sand-Boden geglättet und mit einer Betonschicht versehen. Auf die wird dann die Bewehrung für die Tunnelsohle gelegt.

Das Baufeld O 3 erhält zudem auch einen Hochbaukran. Der wird am Sonntag, 23. Februar, unter Vollsperrung der Kriegsstraße in der Baugrube im Ostteil des Baufeldes zwischen Adlerstraße und Rüppurrer Straße aufgestellt. Der Auto- und Radverkehr auf der Kriegsstraße in Richtung Osten wird dann ab Ettlinger Straße - Anlieger erst ab Adlerstraße - über die Baumeisterstraße zur Rüppurrer Straße und zum Mendelssohnplatz geleitet.

Strom von Arbeitern

Der Innenausbau des Stadtbahn- und Straßenbahntunnels unter der Kaiserstraße zwischen Gottesauer Platz und Mühlburger Tor mit dem Südabzweig vom Marktplatz in die Ettlinger Straße erlebt nach wie vor an jedem Werktag einen Strom von Handwerkern, die morgens über die Haltestellenzugänge zur Arbeit „unter Tage“ gehen und abends die sieben neuen unterirdischen Haltestellen und die einzelnen Tunnelabschnitte wieder verlassen.

Elektrische Installationen von Endverbrauchern und das Ziehen von vielerlei Kabeln gehören ebenso zu ihrem Schaffen in der Tunnelröhre wie die Gestaltung der oberen Bereiche der Haltestellenwände und der Decke. Wände und Decke werden derzeit mit großformatigen Platten verkleidet, nachdem die Arbeiter bereits die Betonwerksteine auf den Bahnsteigoberflächen und an den Wänden bis zu einer Höhe von vier Metern weitestgehend montiert haben. -red-/-trö-

 
 

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