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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 21. Februar 2020

Zukunft des Christkindlesmarkts: Marktplatz künftig zentraler Ort

DAS GLÜHWEINWÄLDCHEN auf dem Friedrichsplatz wird es bereits dieses Jahr nicht mehr geben. Der Christkindlesmarkt wird schrittweise auf den zentralen Marktplatz zurück verlagert. Archivfoto:  Fränkle

DAS GLÜHWEINWÄLDCHEN auf dem Friedrichsplatz wird es bereits dieses Jahr nicht mehr geben. Der Christkindlesmarkt wird schrittweise auf den zentralen Marktplatz zurück verlagert. Archivfoto: Fränkle

 

Waldweihnacht noch 2020 / Dann Areal vor Naturkundemuseum und Erbprinzenstraße frei

Beim Christkindlesmarkt bleibt dieses Jahr fast alles wie gehabt, inklusive Waldweihnacht auf dem Friedrichsplatz. Verzichtet wird aber zum Schutz der dann abgesperrten Eiben auf das Glühweinwäldchen.

Ab 2021 bleiben das Areal vor dem Naturkundemuseum und die Erbprinzenstraße frei, der Bereich um den Brunnen bis zu den Arkaden steht der Waldweihnacht zur Verfügung. Zentraler Ort wird aber wieder der Marktplatz, beschloss der Gemeinderat mit 26 Ja- gegen 19 Neinstimmen. Für die Übergangszeit ab 2021 bis zur schienenfreien und voll funktionsfähigen Kaiserstraße können Stände, die nicht auf den Marktplatz passen, auf die Restfläche der Waldweihnacht. Ist die angrenzende Kaiserstraße fertig, wird der Friedrichsplatz nach einem noch 2020 ausgelobten Wettbewerb zur grünen Ruhe-Oase neu hergerichtet.

Über die endgültige Gestaltung wird 2021 entschieden. Erhalten bleibt nach Variante C der befestigte Streifen entlang der Arkaden etwa für eine Außengastronomie, könnte aber auch etwa zehn Stände der Waldweihnacht aufnehmen. Optional kann im Wettbewerb auch seine Renaturierung dargestellt werden. Das war das Ergebnis einer trotz zahlreicher unterschiedlicher Anträge „disziplinierten“ Debatte, für die OB Dr. Frank Mentrup dem Plenum ausdrücklich dankte.

In der Debatte hatte Stadträtin Renate Rastätter (GRÜNE) dafür geworben, schon „ab 2023 keine Stände mehr auf dem Friedrichsplatz zu lassen“, der Streifen sei für den Weihnachtsmarkt „nicht wirklich attraktiv“. Für einen „Kompromiss, nämlich elf Monate grüne Oase und einen Monat Markt“ plädierte Stadtrat Detlef Hofmann (CDU). Das derzeitige Aussehen des Platzes sei auch den anderen Veranstaltungen geschuldet. Es brauche nun genügend Zeit für den Wettbewerb. Die Beschicker samt den 40.000 Befürwortern („kein Pappenstiel“) der Waldweihnacht müssten mitgenommen werden. Für die SPD erwartete Fraktionschef Parsa Marvi mit „Zuversicht den Christkindlesmarkt auf dem Marktplatz“ Das Marktamt und die Fachleute sollten ohne „Zeitstempel“ die Chance für eine gute Lösung bekommen.

Marvi: „Karlsruhe hat im Eventbereich schon soviel hingekriegt“. Darauf vertraute auch Michael Haug (KAL/Die PARTEI), der sich gemäß der Regionsumfrage den Friedrichsplatz als „ruhigen Ort ohne Großveranstaltungen wünschte“. Die „Zwei-Plätze-Lösung“ favorisierte Thomas H. Hock (FDP), dessen Fraktion auch eine neue Partnerschaftshütte beantragt hatte. Die C-Lösung als Verbindung zum Kinderland auf dem Kirchplatz St. Stephan werde nicht funktionieren. „Denkt man dagegen vom Marktplatz bis zum Schloss, dann kriegt man alles unter“. Eine Lösung für alle bedeute „die Quadratur des Kreises“ konstatierte Ellen Fenrich (AfD). Sie war ebenfalls gegen Variante C, und wollte den Friedrichsplatz unter „Beachtung des Baumschutzes für einen Monat bespielen“.

Seien die Schienen aus der Kaiserstraße raus, könne der Platz vielleicht frei bleiben. Für den Marktplatz als zentralen Ort, den Friedrichsplatz „zum Ausruhen“ und die für Fahrradfahrende freie Erbprinzenstraße sprach sich Lukas Bimmerle (DIE LINKE) bei uneinheitlichem Stimmungsbild seiner Fraktion aus. Ein „Gesamtkonzept nötig“ fand Petra Lorenz (FW/FÜR). Sie war für Variante A mit 50 Buden auf dem Friedrichsplatz und die Markterweiterung in angrenzende Straßen. -cal-

 
 

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