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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 6. März 2020

regiomove: Alles in einer App

Testphase der Mobilitätsplattform „regiomove“ gestartet

Es gibt viele Wege und Verkehrs-mittel, um an sein Ziel zu kommen, und es gibt viele Apps, die dabei Unterstützung bieten. Am Dienstag stellte der Karlsruher Verkehrsverbund (KVV) eine neue Mobilitäts-App vor, die einen entscheidenden Mehrwert bietet.

„Die Nutzer buchen nicht nur Bus, Tram, Regional- oder Stadtbahn, sondern auch Fahrten mit externen Anbietern wie Stadtmobil über den KVV und bezahlen auch direkt dort“, erklärte Projektleiter Dr. Frank Pagel. Die App kombiniere verschiedene Verkehrsmittel zu einem für den Fahr-gast idealen Mix, bei dem die aktuelle Verkehrslage ebenso berück-sichtigt wird, wie Angaben aus dem individuellen Mobilitätsprofil.

Darin können die Kunden etwa festlegen, wie weit sie maximal zu Fuß gehen wollen, ein KVV- oder nextbike-Abo haben. „Mit regiomove bieten wir den Menschen in der Technologie-Region Karlsruhe einen einfachen Einstieg in die umfängliche Nutzung verschiedener Mobilitätssysteme und leisten damit einen entscheidenden Beitrag zum Klimaschutz“, ist OB Dr. Frank Mentrup gespannt, ob nicht nur gebucht und bezahlt wird, sondern individuelle Wege sich verändern.

„Nicht jeder kann dauerhaft auf das eigene Auto verzichten. Das gilt insbesondere für den ländlichen Raum. Deshalb ist regiomove eine Mobilitäts- und keine reine ÖPNV-App. Wir wollen einen Anreiz schaffen, umzusteigen“, möchte KVV-Geschäftsführer Dr. Alexander Pischon schon bald auch Taxen, Shuttles und E-Roller in die App integriert wissen. Für den Umstieg zwischen den verschiedenen Verkehrsmitteln soll dazu bereits im Herbst mit dem Bau von Mobilitäts-Ports in der Region begonnen werden. Dann soll auch die App nach Abschluss der Testphase für Alle in den App-Stores von Google und Apple verfügbar sein. -fis-

Leuchtturmprojekt regiomove

Als ein Leuchtturmprojekt der TechnologieRegion Karlsruhe wird regiomove vom Land Baden-Württemberg und dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) mit 4,9 Millionen Euro über drei Jahre gefördert. Gemeinsam mit den Partnern Karlsruher Institut für Technologie (KIT), Hochschule Karlsruhe – Technik und Wirtschaft, FZI Forschungszentrum Informatik, raumobil GmbH, PTV Group, INIT GmbH, Stadtmobil CarSharing GmbH & Co. KG, Regionalverband Mittlerer Oberrhein, Landkreis Rastatt und der Stadt Karlsruhe wird die Zukunft der Mobilität in der gesamten Region neu gestaltet.

 
 

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