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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 27. März 2020

Gemeinderat: Fördergelder beantragt

Strategie für die Stadt der Zukunft soll entstehen

Die Stadt Karlsruhe bewirbt sich bei der zweiten Staffel des Förderwettbewerbs "Smart Cities made in Germany". Dies hat der Gemeinderat jetzt einstimmig beschlossen.

Der vom Bundesinnenministerium sowie der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) initiierte Wettbewerb hat das Ziel, in ausgewählten Modellkommunen Lösungen für den Wandel der Städte hin zu "Smart Cities" zu erarbeiten - also Städte, die die Möglichkeiten der Digitalisierung intelligent nutzen, um ihre Aufgaben effizienter, technologisch fortschrittlicher, grüner und sozial inklusiver zu bewältigen.
Neben der Entwicklung von zukunftsfähigen Strategien liegt ein besonderes Augenmerk der Förderung darauf, alle relevanten, lokalen Akteure bei der Gestaltung mit einzubeziehen sowie der Wissenstransfer zwischen allen Teilnehmern. Die Ergebnisse sollen später auf andere Kommunen übertragen werden können.

Die von der Stadt im Jahr 2017 eingeführte IQ-Arbeitsweise könne als Grundlage dienen, so die Verwaltung in der Beschlussvorlage. Schon jetzt ließen sich viele Einzelprojekte dem Thema "Smart City" zuordnen, wie beispielsweise die Apps RegioMove und digital@KA, aber auch der Ausbau des KA-WLANs oder die Umsetzung des Testfelds "Autonomes Fahren" mit Partnern aus Wissenschaft und Wirtschaft, so weiter in der Vorlage. Was jedoch fehle, sei eine übergeordnete Smart City-Strategie, unter deren Dach sich zukünftige Aktivitäten vernetzen ließen und die die Bedürfnisse der Bürgerschaft in den Mittelpunkt stelle und mit einbeziehe.

Erste Maßnahmen, wie ein "Showroom Smart City" in Zusammenarbeit mit dem ZKM, Gamificationansätze, ein "Start-Up in Residence Programm" und Think Tanks sollen die Entwicklung unterstützen und begleiten. Der Wettbewerb beginnt im Jahr 2021 und ist in zwei Phasen unterteilt. Zwei Jahre sind für die konzeptionelle, ergebnisoffene Erarbeitung gemeinsam mit der Stadtgesellschaft vorgesehen, fünf Jahre für die Umsetzung der dann erarbeiteten Strategie.

Die Gesamtkosten belaufen sich bei erfolgreicher Bewerbung auf 17,5 Millionen Euro. Davon sind rund 6,1 Millionen Euro von der Stadt als Eigenanteil zu tragen, der zur Hälfte aus Drittmitteln finanziert werden kann. Die Förderung ist nicht an einzelne Projekte gebunden, sondern orientiert sich an den in der ersten Phase erarbeiteten Ergebnissen. -has-

 
 

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