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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 27. März 2020

Gemeinderat: Supportsystem hat hohe Priorität

Digitalausbau der Schulen läuft / Gemeinderat billigte einstimmig den ersten Zwischenbericht zur IT-modernen Schule

Das im Juli 2018 beschlossene Konzept zur Digitalisierung der Karlsruher Schulen wird weiter umgesetzt. Unter Leitung von OB Dr. Frank Mentrup billigte der Gemeinderat am Dienstag einstimmig den ersten Zwischenbericht und beauftragte die Verwaltung, die notwendigen Sach- und Personalbudgets für den nächsten Doppelhaushalt zu berücksichtigen.

So wird die den Schulen sehr am Herzen liegende Unterstützung durch IT-Fachleute bei Problemen, das Supportsystem, ausgebaut. Dafür gibt es seit 2019 zwei, beim Stadtmediumzentrum in der Technischen Supporteinheit für Karlsruher Schulen (TeSKA) angesiedelte Stellen. Zunächst auf die 37 Grundschulen und eine Realschule beschränkt, werden ab dem nächsten Schuljahr zur Betreuung von insgesamt 76 Schulen zwei weitere, bei Bedarf noch eine dritte Technikkraft eingestellt. Damit sie jederzeit mobil sind, wird ein E-Mobil eigens für sie geleast.

Zudem schreitet der Ausbau der technischen Infrastruktur voran. So liegt für die Internetanbindung an 32 Standorten schon Glasfaser im Gebäude, 17 sind bereits mit pädagogischem und Verwaltungsnetz angeschlossen. 15 weitere folgengerade, 20 haben die Stadtwerke schon in ihrer Planung von Tiefbauarbeiten eingesteuert, 37 Standorte sind in Planung, acht wegen extrem hoher Kosten vorerst zurückgestellt. Da es außerhalb des Stadtkerns nur wenige Glasfaserleitungen gibt, wurden, wo immer möglich, alternative, hinreichend schnelle Anbindungen gelegt.

76 Schulgebäude hatten schon 2018 eine strukturierte Datenverkabelung, zwei weitere kamen 2019 dazu, die übrigen elf Schulen verkabelt das Hochbauamt in den kommenden vier Jahren. Es beschafft auch die nötigen Accesspoints zur Versorgung mit WLAN, die für alle unterrichtsrelevanten Räume bis 2023 stehen soll. Mit digitalen Präsentationsmöglichkeiten ist der berufliche und gymnasiale Bereich bereits komplett versorgt, Grund- und weiterführende Schulen sind jetzt dran. Standard ist eine Kombination aus Beamer, Dokumentenkamera und Endgerät wie Tablets, Notebooks oder PC´s.

Vereinzelt gibt es auch interaktive Whiteboards oder Displays. Ende 2019 waren es rund 1750 Geräte. Pro Jahr kommen bis zu 250 dazu, so dass bis Ende 2022 alle 2300 Unterrichtsräume ausgestattet sind. An Endgeräten bekommen die Schulen jeweils drei (Notebook, Tablet oder PC) pro Klasse. 2019 wurden 390 Notebooks, 1512 PCs und 1362 Tablets angeschafft. Bei letzteren war das eine Steigerung um 100 Prozent. Gewählt wurden hier robuste, leicht bedienbare iPads, da apple auch die meisten schulisch einsetzbaren Apps bietet. Die Beschaffung von Notebooks ging leicht zurück, die von PC´s verdreifachte sich. Zur Finanzierung erhält die Stadt aus den Mitteln des Digitalpakts von Bund und Land 15.680.100 Millionen Euro, die für große und kostenintensive Maßnahmen eingesetzt werden.-cal-

 
 

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