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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 17. April 2020

Corona: Gute Nachrichten trotz weiterer Kontaktsperre

Corona. Arek_Socha_auf_Pixabay

 

Müll wird wieder regulär abgeholt / Bestellte Schutzmasken aus China eingetroffen

Zur Eindämmung der Corona-Pandemie bleiben viele Bereiche des öffentlichen Lebens noch bis 3. Mai eingeschränkt. Das hat die Bundesregierung in Abstimmung mit den Ländern am Mittwoch entschieden. In Karlsruhe wird unterdessen zumindest die Müllabfuhr wieder zum gewohnten Rhythmus zurückkehren.

Ab Montag, 20. April, leert das Amt für Abfallwirtschaft (AfA) wieder alle Tonnen zu den regulären Terminen. Auch zusätzliche Säcke mit angestautem Abfall werden die Müllwerker mitnehmen. Gute Nachrichten gibt es auch von der Aktion Hilf-im-Heim, die Stadt- und Landkreis Karlsruhe kurz vor Ostern ins Leben gerufen hatten. Schon nach wenigen Tagen haben mehr als 90 Menschen der Stadt ihre Unterstützung angeboten. „Ein großartiger Beleg der an vielen Ecken spürbaren und auch gelebten Solidarität in der Krise“, zeigte sich Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup erfreut. Einsatzfelder für die Helferinnen und Helfer sind etwa Unterstützung beim Einkauf, Essenszubereitung oder –ausgabe sowie Vorlesen, Singen oder persönliche Gespräche. Einrichtungen, die sich erst jetzt angesprochen fühlen, können sich per E-Mail an hilf-im-heim@karlsruhe.de melden. Ebenso direkt bei der Heimaufsichtsbehörde an polizeirecht@oa.karlsruhe.de.

Schutzausrüstung fliegt in Passagierflugzeug ein
Seit der Ausbreitung des Corona-Virus ist der Mangel an geeigneter Schutzausrüstung nicht nur in Senioren- und Pflegeheimen ein Problem, auch das Karlsruher Klinik- und Pflegepersonal hat erhöhten Bedarf. Bei einfachen Schutzmasken ist dieser nun fürs Erste sichergestellt. Karlsruhe hat eine Million Exemplare bei der Rastatter Firma DACH Schutzbekleidung in Auftrag gegeben. Das Unternehmen produziert selbst Schutzausrüstung und nutzt zudem Kontakte zur chinesischen Regierung, um von dort zusätzliches Material zu ordern. Die aktuelle Lieferung aus Shenzhen, die bereits in Deutschland eingetroffen ist, umfasst mehrere Millionen Masken, von denen viele ihren Weg in die Region Karlsruhe finden werden. Eine Taskforce der Branddirektion übernimmt dann die gerechte Verteilung. Transportiert wird die Ausrüstung übrigens mit einer Passagiermaschine. Diese für Warenlieferungen ungewöhnliche Reiseart entstand unter anderem durch die Vermittlung von OB Mentrup. Die von DACH gecharterte Maschine wird nun wöchentlich Schutzausrüstung von China nach Deutschland fliegen.

Bürgertelefon am Wochenende mit Chatbot aktiv
Neuigkeiten gibt es nicht zuletzt von der Corona-Hotline: In der vergangenen Woche wurde der Service weiter ausgebaut und ein Sprachdialogsystem implementiert. Damit können sich Ratsuchende unter der 0721 / 133-3333 rund um die Uhr informieren. Das System funktioniert über das hinterlegte Tastenmenü oder die Stichwortsuche, mit der sich direkt zur hinterlegten Information navigieren lässt. Wer sich gerne persönlich beraten lassen möchte, kann sich einfach an eine Mitarbeiterin oder einen Mitarbeiter weiterleiten lassen. Die neuen Servicezeiten sind montags bis freitags von 9 bis 16 Uhr und betreffen auch die Psychosoziale Hotline 0721 / 133 1313. -bea/gem-

 
 

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