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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 17. April 2020

Kombilösung: Fortschritt in beiden Teilprojekten

ARBEITEN UNTER TAGE: Mit dem Spachtel verfugen Kombibauer sorgsam die Verkleidung in der unterirdischen Haltestelle Europaplatz, bevor sie im nächsten Schritt den Akustikputz erhält. Foto: KASIG

ARBEITEN UNTER TAGE: Mit dem Spachtel verfugen Kombibauer sorgsam die Verkleidung in der unterirdischen Haltestelle Europaplatz, bevor sie im nächsten Schritt den Akustikputz erhält. Foto: KASIG

 

In Kriegsstraße entsteht Tunnelbauwerk / Ab 20. April keine Bahnen über Karlstor

Ob beim Innenausbau des Stadt-bahn- und Straßenbahntunnels unter der Kaiserstraße mit dem Südabzweig vom Marktplatz in die Ettlinger Straße oder beim Umbau der Kriegsstraße mit dem derzeit aktuellen Rohbau des Autotunnels: Die Arbeiten an der Kombilösung laufen „oben“ und „unten” weiter.

Vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie, die sich auch in einem derzeit geringeren Personalbestand der Kombibauer niederschlägt, kommt der Planung der Arbeiten inzwischen eine vordringliche Aufgabe zu, die es täglich neu zu regeln gilt. Wie die Karlsruher Schieneninfrastruktur- Gesellschaft (KASIG) als Bauherrin der Kombilösung mitteilt, müssen die Abläufe teils überdacht, Arbeiten an der einen Stelle vor-, an anderer nachgezogen werden. Unter dem Strich jedoch werde nach wie vor unentwegt an der Kombilösung gearbeitet.
Der Umbau der Kriegsstraße mit einer Gleistrasse oben und einem darunter liegenden Autotunnel kommt laut KASIG immer mehr weg von Erdaushub und Ankerarbeiten. Stattdessen steht jetzt der Ingenieurbau, bei dem in die Baugrube hinein das Tunnelbauwerk errichtet wird, eindeutig im Mittelpunkt. Ein kleiner Teil im Westen des Baufelds W 1am Karlstor ist der letzte noch verbliebene Bereich, in dem zunächst noch ein Baugrubenverbau hergestellt werden muss, weil Straßenkreuzung und Bahnquerung den Einsatz eines Drehbohrgeräts in der Vergan-genheit nicht erlaubten. Doch seit drei Wochen dürfen Autos nicht mehr auf der Karlstraße die Kriegsstraße queren, Fußgänger werden ab Montag, 20. April, eine Hilfsbrücke westlich der Kreuzung benutzen. Ab 20. April verkehren über das Karlstor auch keine Bahnen mehr – dann kann der Baugrubenverbau vervollständigt werden und der Abriss der alten Unterführung starten.

In den Baufeldern W 3 und W 4 zwischen Lammstraße und Ettlinger Tor ist der Tunnelrohbau an der Reihe. Außen- und Mittelwände und jeweils für jeden Bereich abschließend die Tunneldecke wachsen immer weiter auf das Kombi-Bauwerk zu, das im Rohbau unter der Kreuzung Ettlinger Tor entstanden ist. Östlich vom Ettlinger Tor werden noch die Reste der Rampe der früheren Unterführung unter dem Ettlinger Tor abgebrochen, damit die Arbeiter mit dem Erdaushub weiter in die Tiefe vordringen können.

Tunnelbau „pur“ zwischen Staatstheater und Mendelssohnplatz in den Baufeldern O 4 und O 3: Die Betonbauer schließen die Lücke zwischen dem bis hinter den Mendelssohnplatz reichenden Rohbautunnel und dem Baufeld O 5.

Beim Innenausbau des Stadtbahn- und Straßenbahntunnels unter der Kaiserstraße zwischen Gottesauer Platz und Mühlburger Tor mit dem Südabzweig vom Marktplatz in die Ettlinger Straße beherrschen die Handwerker die Haltestellen und die Tunnelabschnitte dazwischen. Sie befestigen Verkleidungen für die Wände und Decken der Haltestellen, tragen Akustikputz auf, bauen Gerüste auf- und wieder ab. Fast überall ziehen dort Elektriker Leitungen und schließen diese in den Betriebsräumen an. -red-

 
 

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