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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 17. April 2020

Kultur: Internet als Bühne/ Hilfen

Die Corona-Krise verschont auch die Kulturbranche nicht. Foto: Bastian

Die Corona-Krise verschont auch die Kulturbranche nicht. Foto: Bastian

 

Die Corona-Krise verschont auch die Kulturbranche nicht. Still ruht das Theaterhaus in der Kaiserallee, auch andere Einrichtungen haben auf noch unbestimmte Zeit Betriebspause. Um die massiven Folgen der Schließungen abzumildern haben Bund, Land und Stadt Unterstützungspakete geschnürt. Mit unterschiedlichen Akzenten.

Baden-Württemberg geht etwa bei der Ausgestaltung des Corona-Soforthilfe-Programms einen eigenen Weg. Im Gegensatz zu den Plänen des Bundes können Soloselbständige hierzulande pauschalierte Kosten des privaten Lebensunterhalts in Höhe von 1.180 Euro monatlich geltend machen. Damit sparen sich viele Künstlerinnen und Künstler, Kreative und Kleinunternehmen den Antrag auf Grundsicherung.

Auch Karlsruhe hilft und stundet lokalen Kultureinrichtungen in städtischen Immobilien bis Ende Juni zinslos die Miete. Überdies lassen sich institutionelle Zuschussraten zur Vermeidung von Liquiditätsengpässen vorzeitig in Anspruch nehmen. In Ermangelung klassischer öffentlicher Auftritts- und Aufführungsmöglichkeiten gewinnen das Netz und die digitale Präsentation rasant an Bedeutung. "Es ist faszinierend und beeindruckend, mit wie viel Kreativität und Zuversicht die Künstlerinnen und Künstlerinnen nach Wegen in die Öffentlichkeit suchen. Viele entdecken jetzt das Internet als ihre Bühne", stellt Kulturbürgermeister Dr. Albert Käuflein fest. Und es gibt auch hier Förderung. „Analoge künstlerische Projekte aller Sparten können auch digital präsentiert werden", ermutigt Kulturamtsleiterin Dr. Susanne Asche. Die Projektfördermittel des Kulturhaushalts stünden ausdrücklich auch für Vorhaben von Kunst- und Kulturschaffenden bereit, die ihr Publikum digital statt real fänden. Corona-bedingt dürften dabei maximal fünf Personen in einem geschlossenen Raum an der Umsetzung einer künstlerischen Idee mitwirken. Wer an Projektförderung interessiert ist, findet das online-Formular zur Beantragung unter www.karlsruhe.de/b1/kultur/kulturfoerderung/foerderrichtlinien.de.  Wie das Kulturamt informiert, können und sollen auch Honorare für die künstlerische und technische Realisierung berücksichtigt werden. Die Entscheidung über den Antrag liegt wie bei allen Förderanträgen beim Kulturbüro. Für die Präsentation von Kunst und Kultur im Netz bietet sich die von der KTG Plattform „smart@home“ der (www.karlsruhe-erleben.de/smartathome/kultur) an. -red-/-maf-

 
 

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