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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 5. Juni 2020

City of Media Arts: Spannende Medienkunst

Zwölf Arbeiten für Projektförderprogramm ausgewählt Anlässlich der Verleihung des Titels zur UNESCO City of Media Arts Ende 2019 legte die Stadt ein neues Projektförderprogramm für Medienkunst in Höhe von 100.000 Euro auf. Ihre Ideen für lokale und internationale Medienkunstprojekte reichten 60 Karlsruher Kunst- und Medienschaffende beim Kulturamt ein, zwölf wählte die Jury aus.

Deren Vorsitzende und Kulturamtsleiterin Dr. Susanne Asche zeigt sich sehr beeindruckt von den Projektideen, sie führten Qualität, Vielfalt und Kreativität der Karlsruher Medienkunstszene deutlich vor Augen. Lichtinstallationen, Medienprojektionen im Innen- und Außenraum sowie Gebäudefassaden, die zu digitalen Spielflächen für die Menschen in der Stadt werden, sind ebenso in der Auswahl wie virtuelle Realität im zeitgenössischen Tanz, Performances und Workshops oder algorithmisch erzeugte elektronische Musik, sogenannte Algoraves.

Ganz im Sinne der UNESCO-Ziele stellen zwei Projekte die internationale Vernetzung in den Fokus. So fördert ein Visual Groove Festival den künstlerischen Austausch zwischen Videokunstschaffenden aus dem Globalen Süden und der Jazzszene. Außerdem soll ein weltweit, auch in den anderen UNESCO Medienkunststädten ausgeschriebener UNESCO City of Media Arts Underground Film Award bei einem internationalen Independent-Filmfestival in Karlsruhe verliehen werden. Manche der Arbeiten sind gesellschaftspolitisch relevant, wenn sie etwa Karlsruhe als Stadt des Rechts oder die Nachhaltigkeitsziele der Agenda 2030 der Vereinten Nationen thematisieren.

"Das Projektförderprogramm ist eine erste große Umsetzungsmaßnahme des Aktionsplans als UNESCO City of Media Arts und gleichzeitig gerade in diesen schwierigen Corona-Zeiten ein wichtiges Programm zur Unterstützung der Karlsruher Kultur- und Medienkunstszene", so OB Dr. Frank Mentrup. Auch wenn die Einschränkungen durch Corona die Realisierung der Projekte vor neue Herausforderungen stellt, sollen sie doch ab der zweiten Jahreshälfte verwirklicht werden. Mit weiteren Projekten des ZKM werden sie unter dem Label "Seasons of Media Arts" nach und nach die City of Media Arts in eine Bühne für Medienkunst verwandeln. -red-

 
 

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