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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 5. Juni 2020

Städtisches Klinikum: Endspurt für Haus M

Haus M steht äußerlich kurz vor der Fertigstellung und soll im März teileröffnet werden. Bislang befindet sich der Bau unter Leitung von Markus Riester (Mitte) im Kostenplan von 194,2 Millionen Euro.Foto: Fränkle

Haus M steht äußerlich kurz vor der Fertigstellung und soll im März teileröffnet werden. Bislang befindet sich der Bau unter Leitung von Markus Riester (Mitte) im Kostenplan von 194,2 Millionen Euro.Foto: Fränkle

Wohlfühl-Atmosphäre vor dem Karlsruher Schloss: Heming (li.) und Spetzger in einem Musterzimmer des Bettenhauses. Foto: Fränkle

Wohlfühl-Atmosphäre vor dem Karlsruher Schloss: Heming (li.) und Spetzger in einem Musterzimmer des Bettenhauses. Foto: Fränkle

 

Zentrales Großprojekt gedeiht / Teileröffnung im März angestrebt / „Neue Mitte“ liegt im Termin- und Kostenplan

Schon Anfang Januar soll die riesige Baustelle auf dem Gelände des Städtischen Klinikums verschwunden sein, bis Juli 2021 will der Karlsruher Maximalversorger sein neues Haus M vollständig bezogen haben. Der Bau des zentralen Betten- und Funktionshauses liegt nicht nur im Termin- und Kostenplan, sondern ließ sogar vorab einen Blick in sein Inneres zu.

Während noch ein kühler Wind durch die langen und quervernetzten Flure der „neuen Mitte“ weht, wie die Geschäftsführer Markus Heming und Uwe Spetzger das Großprojekt bezeichnen, planen die beiden schon eine Teileröffnung im nächsten März. „Das sogenannte Gartengeschoss mit dem neuen zentralen Haupteingang, den Ambulanzen und der Zentralen Notaufnahme möchten wir dann gerne in Teilen beziehen“, so der Kaufmännische Geschäftsführer Heming beim Gang durch das Gebäude. Damit könne die Wegeführung ganz neu organisiert werden. „Denn die Besucher erreichen von hier aus über die Magistrale verschiedene andere Häuser.“

Vernetzung ist sowieso das große Stichwort des Projekts, das die vereinzelte „Pavillon-Bauweise“ auf dem Areal ablösen soll. Dass einer Inbetriebnahme im Frühjahr nichts im Wege stehen wird, glaubt auch Projektleiter Markus Riester. „Seit der Corona-Pandemie haben die Bauarbeiten sogar eher an Fahrt aufgenommen“, erläutert er. Man habe rechtzeitig reagiert und Personal und Material von solchen Baustellen akquiriert, die wegen Corona stillstanden.

Auf das Gartengeschoss folgt 2021 die Eröffnung der Bettengeschosse drei und vier mit den Allgemeinstationen. Dann die Intensivebene sowie die Operationsebene mit 20 OP-Sälen und der Aufbereitungseinheit für Medizinprodukte. „Hier wird bald Hightech-Medizin praktiziert“, dreht sich Medizinischer Geschäftsführer Uwe Spetzger erfreut im bereits klar erkennbaren OP-Saal. „Das ist wirklich ein Quantensprung für die operative Behandlung.“ Größtenteils bereit sind die Zimmer in den zwei Bettengeschossen mit Platz für 240 Patienten.

Sollte es im Herbst zu einer zweiten COVID-19-Welle kommen, „wäre denkbar, die Stationen dann als Corona-Ausweichkrankenhaus zu betreiben“, kündigte Spetzger an. Kosten und Wegeführung würden derzeit geprüft. -bea-

 
 

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