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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 26. Juni 2020

Regiomove-Port: Bahnhof Hagsfeld soll Angebote der Mobilität verknüpfen

BALD REGIOMOVE PORT: Der Bahnhof Hagsfeld wir nach dem grünen Licht aus dem Hauptausschuss zum Pilot-Standort ausgebaut, der verschiedene Mobilitätsangebote verknüpft. Der Ausbau könnte Anfang 2021 beginnen. Foto: Fränkle

BALD REGIOMOVE PORT: Der Bahnhof Hagsfeld wir nach dem grünen Licht aus dem Hauptausschuss zum Pilot-Standort ausgebaut, der verschiedene Mobilitätsangebote verknüpft. Der Ausbau könnte Anfang 2021 beginnen. Foto: Fränkle

 

Weg frei für den Ausbau der Station

Der Ausbau des Bahnhofs Hagsfeld zum regiomove-Port, der Angebote der Mobilität miteinander verknüpft, ist jetzt ein wesentliches Stück näher gerückt. Mit seiner Zustimmung zum vorgelegten Entwurf und der Bewilligung städtischer Mittel machte jetzt der Hauptausschuss den Weg für die Umsetzung frei.

Der Tenor war eindeutig bei der jüngsten öffentlichen Sitzung des Ausschusses unter Vorsitz von OB Dr. Frank Mentrup: Sämtliche Stadträtinnen und Stadträte stimmten am Dienstag für die für den Bahnhof vorgeschlagene Ausgestaltung und die Ausstattungselemente, zu denen ein digitaler Info-Terminal, eine überdachte Bike & Ride-Anlage, Fahrradboxen oder auch eine Radreparaturstation gehören und bewilligten im Haushalt den Eigenanteil der Stadt in Höhe von 320.000 Euro. Die Gesamtkosten für den Ausbau des, so Mentrup, „wegen seiner Lage und der Verbindung von Regional- und Stadtbahn außerordentlich interessanten Haltepunkts“ belaufen sich auf 610.000 Euro. Neben der Stadt stemmen das Land und die Europäische Union den Ausbau mit Fördergeldern, die über den Karlsruher Verkehrsverbund (KVV) kommen. Und zum kleineren Teil sind auch die Verkehrsbetriebe im Boot. In deren Zuständigkeit fallen die Kosten für die Fahrgastüberdachungen, die sich auf 80.000 Euro belaufen.

Der Bahnhof Hagsfeld ist einer von sieben Pilot-Standorten in der Region Mittlerer Oberrhein, die zu sogenannten Ports ausgebaut werden sollen. Das sind Mobilitätsstationen, an denen Fahrgäste schnell und unkompliziert zwischen verschiedenen Verkehrsmitteln wählen und diese wechseln können. Die regiomove Ports sind Bestandteile des Gesamtpakets regiomove, das zu einem wichtigen und innovativen Baustein für eine multimodale Mobilität in Karlsruhe und der Region werden soll. Zuwendungsempfänger und federführend ist der KVV. Zum vom Europäischen Fonds für regionale Entwicklung und dem Land Baden-Württemberg mit insgesamt 4,9 Millionen Euro geförderten Leuchtturmprojekt der TechnologieRegion Karlsruhe, das neben Bus und Bahn auch Carsharing und Leihräder ins Spiel bringt, gehört auch eine App. Die unter Beteiligung des Tiefbauamts entwickelte Anwendungssoftware, die derzeit in der Testphase ist,  kombiniert verschiedene Verkehrsmittel zu einem für den Fahrgast idealen Mix, berücksichtigt die aktuelle Verkehrslage ebenso wie Angaben aus dem individuellen Mobilitätsprofil.

Die Corona-Pandemie hat aber auch bei regiomove Spuren hinterlassen. Wie OB Mentrup dem Ausschuss mitteilte, mussten die Gemeinden Bad Schönborn und Stutensee wegen der finanziellen Auswirkungen der Krise die Zusage für ihren jeweils geplanten Standort für einen Pilot-Port zurückziehen. Der Rückzug der beiden Kommunen bringt das Projekt aber keinesfalls ins Wanken: Das Interesse daran teilzunehmen ist groß zwischen Baden-Baden und Bruchsal, die Bewerberliste lang. Laut KVV-Projektleiter Dr. Frank Pagel gibt es bereits „mit zwei Kandidaten vielversprechende Gespräche“. -trö-

 
 

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