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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 10. Juli 2020

Innovative Mobilität: Stadt fördert Carsharing

EXKLUSIVE CARSHARING-PARKPLÄTZE präsentierten (v.l.) Matthias Günzel (Ordnungsamt), BM Käuflein, Friedrich Lemmen (BV Rüppurr), Gunnar Petersohn und Ulrich Wagner (Stadtplanung). Foto: Fränkle

EXKLUSIVE CARSHARING-PARKPLÄTZE präsentierten (v.l.) Matthias Günzel (Ordnungsamt), BM Käuflein, Friedrich Lemmen (BV Rüppurr), Gunnar Petersohn und Ulrich Wagner (Stadtplanung). Foto: Fränkle

 

Neue Parkplätze geschaffen

Ein Carsharing-Fahrzeug kann bis zu zehn Privatfahrzeuge ersetzen und somit Autofahren klimafreundlicher machen. Karlsruhe fördert diese Möglichkeit und hat in Rüppurr die ersten reinen Carsharing-Parkplätze ausgewiesen. Bis Mitte Juli sollen im Stadtgebiet 17 weitere folgen, in einer zweiten Phase sogar noch mehr.

Grundlage der Parkvorrechte ist eine Neuerung der Straßenverkehrsordnung (StVO), die die Nutzung von Fahrgemeinschaften für eine klimafreundlichere Mobilität vorantreiben soll. Sie macht es möglich, Parkflächen mit einem neuen Verkehrsschild explizit für Carsharing-Fahrzeuge auszuweisen. Zum Parken ist eine entsprechende Plakette nötig. Dass Karlsruhe diese Möglichkeit sehr schnell aufgegriffen hat, kommt nicht von ungefähr. „Innovation und Mobilität gehören zu unserer Stadt“, machte Bürgermeister Dr. Albert Käuflein bei der Inbetriebnahme der neuen Parkplätze deutlich.

Karlsruhe sei zudem „Carsharing-Hauptstadt“, was ihn „stolz und froh“ mache. Hier kommen auf 1.000 Einwohnerinnen und Einwohner 3,2 Carsharing-Fahrzeuge, was die Fächerstadt zur Spitzenreiterin im Städteranking macht. Auch dank enger Zusammenarbeit mit der Firma Stadtmobil, die derzeit rund 900 Fahrzeuge an 200 Stationen zur Verfügung stellt. Geschäftsführer Gunnar Petersohn hob die nachgewiesene „Entlastung“ auf den Straßen hervor und machte deutlich, dass die „Schnittmenge“ mit anderen Verkehrsmitteln wichtig sei.

In der städtischen Mobilitätsstrategie gehen daher die Förderung des Carsharing-Konzepts sowie einer guten Infrastruktur für ÖPNV und Radverkehr Hand in Hand. Die Menschen seien „multimodal unterwegs“, weiß auch Käuflein. „Wenn wir weniger Autos in der Stadt wollen, müssen wir attraktive Angebote machen“. Deshalb liegen die neuen Carsharing-Plätze in der Arndtstraße in direkter Nähe einer Bahn- und nextbike-Station. An die neue Regelung samt neuer Schilder müssten sich die Menschen indes „erst gewöhnen“, so Käuflein weiter. Unberechtigtes Parken kostet aber jetzt schon 55 Euro. -gem- 

 
 

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