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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 24. Juli 2020

Gemeinderat: Eigenbetrieb ab 2023 geplant

GEBÄUDE UND FLOTTE sind wie die auch im Eigenbetrieb tarifgebundenen Beschäftigten Säulen der Abfallwirtschaft. Foto: Fränkle

GEBÄUDE UND FLOTTE sind wie die auch im Eigenbetrieb tarifgebundenen Beschäftigten Säulen der Abfallwirtschaft. Foto: Fränkle

 

Gemeinderat billigt neuen Zeitplan und Kommunikationskonzept für Abfallwirtschaft

Die Umwandlung des städtischen Amts für Abfallwirtschaft (AfA) in einen Eigenbetrieb war ursprünglich für diesen Jahresbeginn vorgesehen, nun soll sie zum 1. Januar 2023 greifen. Dem stimmte der Gemeinderat bei nur drei Enthaltungen zu.

Die Notwendigkeit, zu verschieben, hatte sich abgezeichnet, das allgemein als konstruktiv erachtete Vorhaben erst seit Ende 2018 mit dem aktuellen AfA-Leiter Olaf Backhaus systematisch fortgeführt werden können, unterstreicht die Verwaltung in ihrer Vorlage.

Ein weiterer Kerngrund der Zeitplananpassung ist das zu organisierende Herauslösen aus dem Stadtetat, das einer Enterprise-Resource-Planning-Software bedarf. Diese soll endica, Tochter der Landesanstalt öffentlichen Rechts ITEOS, die eine Lösung zu besagtem Starttermin verbindlich zusicherte, ab September einpflegen, um Test und dann, voraussichtlich zum 1. März 2022, Funktionsbereitschaft folgen zu lassen.

Die Stadt suchte die Möglichkeit, mit einer auf ihren Bedarf zugeschnittenen Software arbeiten zu können, und nutzt dazu die Mitgliedschaft im kommunalen Zweckverband 4IT, die eine Direktvergabe ohne Ausschreibung zulässt. „Aufgrund der Komplexität des Angebots-, Entwicklungs- und Implementierungsprozesses war Ende 2019 klar, dass eine Gründung des Eigenbetriebs erst innerhalb eines Zeitraums von zwei bis drei Jahren möglich sein würde“, führt die Verwaltung aus und versichert, dass alle Gremien stets zeitnah informiert waren.

Ein Kommunikationskonzept soll das Wir-Gefühl der Beschäftigten stärken und den Eigenbetrieb öffentlich verankern. Das Wirken als solcher verkleinert Abstimmungsprozesse und Schnittstellen und ermöglichst eine Zunahme von Wirtschaftlichkeit, Effizienz und Optimierung auch hinsichtlich der Serviceorientierung in der essenziellen Aufgabe der Müllbewältigung. Aufzuwendende Geldmittel sollen zu rund 70 Prozent über den Gebührenhaushalt finanziert werden, der Rest ist durch Kern- respektive künftig Eigenbetriebsetat abzudecken. -mab-

 
 

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