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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 31. Juli 2020

Friedhof Durlach: Neues Waldgrabfeld

WALDGRABENFELD MIT BÄUMEN UND FINDLING: Durlachs Ortsvorsteherin Alexandra Ries, der Leiter des Friedhof- und Bestattungsamts Matthäus Vogel und Bürgermeisterin Bettina Lisbach (von links) stellten die Anlage vor. Foto: Knopf

WALDGRABENFELD MIT BÄUMEN UND FINDLING: Durlachs Ortsvorsteherin Alexandra Ries, der Leiter des Friedhof- und Bestattungsamts Matthäus Vogel und Bürgermeisterin Bettina Lisbach (von links) stellten die Anlage vor. Foto: Knopf

 

Naturnahe Anlage für Bergfriedhof Durlach vorgestellt

Karlsruhe geht im Bestattungswesen innovative Wege. Kürzlich wurde das neue Waldgrabfeld auf dem Bergfriedhof Durlach vorgestellt. Dabei wurde den zunehmenden Wünschen der Bevölkerung nach einer Grabanlage im Bereich von Bäumen Rechnung getragen. Es entstand auf 800 Quadratmetern Fläche ein naturnaher Bestattungsplatz in oberer Hanglage unter gewachsenen Bäumen, ergänzt durch Pflanzungen von Spitzahorn und Blutbuchen. Entworfen wurde das Konzept vom Friedhof- und Bestattungsamt in Kooperation mit lokalen Steinmetzen und der Genossenschaft Badischer Friedhofsgärtner.

„Gerade der naturnahe Charakter des Waldgräberfeldes ist ein wichtiges gestalterisches Element. In der Mitte der Anlage liegt das zentrale Gräberfeld um eine alte Fichte herum“, sagte Bürgermeisterin Bettina Lisbach. Prägend sei das Oval eines Findlings mit seiner organischen Grundform. Grabzeichen einer alten aufgelösten Grabanlage sowie der waldartige Charakter seien besonders, so Lisbach weiter.

Friedhofsamtsleiter Matthäus Vogel betonte die Nachfrage nach Gräbern an Bäumen, naturnahen Bestattungsformen generell sowie nach Pflegeformen für Gräber, die Hinterbliebenen Last abnehmen. „Die Lage ist beeindruckend, wir befinden uns in einem ursprünglichen Waldgebiet. Hier herrscht Ruhe und Geborgenheit. Der Baum, der für Schutz, Erdverbundenheit und Stärke steht, steht im Fokus“, unterstrich Vogel. Ortsvorsteherin Alexandra Ries dankte allen beteiligten Beteiligten für die gelungene Gestaltung. „Es ist gut, dass die Friedhofskultur mit der Zeit geht und neue Impulse aufnimmt“, so Ries. -voko-

 
 

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