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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 31. Juli 2020

Gemeinderat: Flaniermeile frei von Parkplätzen

MEHR PLATZ für Fußgänger und Radfahrer gibt es in der Südlichen Waldstraße mit dem Wegfall der öffentlichen Autoparkplätze. Foto: Fränkle

MEHR PLATZ für Fußgänger und Radfahrer gibt es in der Südlichen Waldstraße mit dem Wegfall der öffentlichen Autoparkplätze. Foto: Fränkle

 

Südliche Waldstraße: Mehr Platz für Außengastronomie, Radler und Fußgänger

Der verkehrsberuhigte Bereich in der südlichen Waldstraße bleibt, die öffentlichen Parkplätze fallen weg, die Flächen der Außengastronomie werden vergrößert und neu geordnet. Die Durchfahrt und das Be- und Entladen für Warenlieferungen bleibt weiterhin möglich. Dies beschloss Gemeinderat (bei sechs Ablehnungen) in der letzten Woche.

„Das ist der erste Schritt zu einer autofreien Waldstraße“, begrüßte GRÜNE-Fraktionsvorsitzender Aljoscha Löffler den Vorschlag der Verwaltung, der eine deutliche Stärkung für den Einzelhandel und die Außengastronomie bringe. Als weitere Schritte sollten andere Linienführungen für den Radverkehr und die Einrichtung einer reinen Fußgängerzone geprüft werden.

Für eine reine Fußgängerzone, wie ihn die FW/FÜR-Fraktion in einem Ergänzungsantrag gefordert hatte, machte sich Stadträtin Petra Lorenz stark. Dies sei rechtlich nicht durchsetzbar, regte Dirk Müller (CDU) stattdessen eine Geschwindigkeitsbegrenzung für Radfahrer an. Während Michael Zeh (SPD) die Forderung, Radfahrer zu verbannen, „seltsam“ fand, war Thomas H. Hock (FDP) vom vorliegenden Konzept nicht überzeugt.

Die Umsetzung müsse sowohl in Sachen Fahrradverkehr als auch den Parkmöglichkeiten für die Anwohner weiter beobachtet werden. Michael Haug (KAL/DIE PARTEI) sah in der neuen Regelung eine Weichenstellung für das besondere Flair in diesem Bereich der Waldstraße. „Die Fußgänger könnten zum Freiwild werden“, hatte dagegen Oliver Schnell (AfD) eine deutlich markierte Aufteilung der Verkehrsfläche für Radfahrer und Fußgänger vorgeschlagen.

Es sei zu wenig Platz vorhanden, um die Verkehrsprobleme in diesem Bereich nachhaltig zu lösen, beklagte Lukas Bimmerle (Vorstandskollektiv DIE LINKE). Es fehle zudem ein Gesamtkonzept für die Innenstadt, das den öffentlichen Raum auf die unterschiedlichen Verkehrsträger aufteile. -fis-

 
 

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