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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 31. Juli 2020

Kombilösung: Modernste Elektronik hält Einzug

KLARES ZEICHEN: Arbeiter installieren im Stadtbahntunnel unter der Kaiserstraße die Stromversorgung und Steuerung der Fahrsignale östlich der künftigen unterirdischen Haltestelle Lammstraße. Foto: KASIG

KLARES ZEICHEN: Arbeiter installieren im Stadtbahntunnel unter der Kaiserstraße die Stromversorgung und Steuerung der Fahrsignale östlich der künftigen unterirdischen Haltestelle Lammstraße. Foto: KASIG

 

Die Arbeiten im Stadtbahntunnel der Karlsruher Kombilösung schreiten weiter voran

Doppelbodenbau, Verlegung der HF-Kabel, Trockenbauarbeiten im Bereich der Bahnsteigdecke, Lüftungsanlagen und Sanitäranlagen einbauen: Die Liste der zu erledigenden Aufgaben beim Innenausbau des Stadtbahn- und Straßenbahntunnels ist lang, die Arbeiten für dieses Teilprojekt der Kombilösung sind komplex.

Täglich sind Handwerker damit beschäftigt, modernste Elektronik für die Betriebstechnik der Bahnen oder die Steuerung der Haltestelleneinrichtungen zu installieren sowie Tunnel und Stationen „Fahrgast-gerecht“ auszustatten. Wie die Karlsruher Schieneninfrastruktur- Gesellschaft (KASIG) als Bauherrin der Kombilösung mitteilt, erhalten die Haltestellen unter der Kaiserstraße teilweise schon die LED-Beleuchtung, die als Lichtkörper in das bereits überall gespannte Lichtgespinst eingehängt wird.

Die Lampen strahlen ihr Licht später nach unten auf die allmählich komplettierten Bahnsteige ab, aber auch nach oben in Richtung der hell verkleiden Haltestellenwände und –decken. Wichtig für den Fahrgastbetrieb ist natürlich auch das Funktionieren aller denkbaren Funkverbindungen: Sowohl der Funkverkehr der Bahnen mit der Leitstelle muss später jederzeit sichergestellt sein wie das Funktionieren von Handy-Verbindungen der Fahrgäste und nicht zuletzt des Funkverkehrs von Ordnungs- und Sicherheitskräften.

Für das gute Klima sorgt vor allem in den Betriebsräumen, in denen Steuergeräte und Computer auf Doppelböden oberhalb der „Leitungskeller“ montiert sind, eine ausgefeilte Lüftungstechnik. Während die Haltestellen über eine natürliche Belüftung verfügen und auch die ein- und ausfahrenden Bahnen für eine Durchlüftung sorgen, sind die Be-triebsräume abgeschlossen - und müssen deshalb ständig vor allem zum Schutz vor Feuchtigkeit und Kondenswasserbildung mit frischer Luft versorgt werden.

Komplex ist auch der Umbau der Kriegsstraße mit einer neuen oberirdischen Gleistrasse und einem darunter liegenden Autotunnel – aber die Aufgaben konzentrieren sich hier auf den Einbau von Stahlbetonsohlen, -wänden und Tunneldecken. Oberirdisch wird in den Bereichen, in denen der Tunnel bereits unterirdisch „steht“, ebenfalls intensiv gearbeite.: In den beiden Baufeldern O 1 und O 2 im Bereich des Mendelssohnplatzes und der Ludwig-Erhard-Allee entstehen derzeit unterirdisch die Fahrbahnen im Tunnel und oberirdisch die endgültigen Fahrbahnen, Rad- und Gehwege. -red-/-trö-

 
 

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