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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 31. Juli 2020

Kultur: Allerlei Anregendes

DIE NÜRNBERGER BAND LIONLION begeistert am kommenden Samstag bei „Toujours Kultur“ mit poetischem Indie-Rock. Foto: pr

DIE NÜRNBERGER BAND LIONLION begeistert am kommenden Samstag bei „Toujours Kultur“ mit poetischem Indie-Rock. Foto: pr

 

Open-Air-Kultur auf dem Schlachthofgelände

In Baden-Württemberg beginnen die Ferien und gestalten sich in Corona-Zeiten wohl komplett anders als in den Jahren zuvor. Viele Menschen haben sich angesichts der Pandemie und mancher Risiken und Umstände entschieden, nicht zu verreisen und den Sommer in Karlsruhe zu verbringen. Langweile gibt es nicht.

Vor allem nicht auf dem Schlachthofgelände, wo Kulturring und Tollhaus mit den Festivals „Toujours Kultur“ und „Oh wie schön wär´s Zeltival“ noch einige Wochen den Takt vorgeben, allerlei Anregendes bieten und als Gäste nationale und regionale Formationen in den Blick rücken. Aus dem ursprünglichen Zeltival-Line-Up übrig ist am heutigen Freitag, 31. Juli, das Konzert mit Hugh Coltman, der der mit „Who's Happy?" dem Sound des New Orleans Jazz huldigt.

Die Violons Barbares vertreten am Samstag die Weltmusikszene, dabei versprechen Enkhjargal Dandarvaanchig (Obertongesang), Dimitar Gougov (Gadulka) und Fabien Guyot (Percussion) einen wilden Saitenritt durch das mongolische und bulgarisch-mazedonische Liederbuch. Siegfried und Joy räumen am 6. August mit Zaubershow-Klischees auf, tags darauf verspricht die Celtic Folk Band Cara gute Unterhaltung. Im Beethoven-Jahr schlägt die Münchner Jazzrausch Bigband (7. August) den Bogen zur Klassik und lässt sich von populären Themen des Meisters zu höchst eigenwilligen Club-Jazz- Epen inspirieren.

Zwischen Substage und Fleischmarkthalle steht die „Toujours Kultur“-Bühne, auf der Konzerte, Theater, Filme, Slams oder Comedy zum Open-Air-Kulturgenuss einladen. Morgen (1. August) ist dort die Nürnberger Indierock-Band LionLion zu hören, im Substage läuft der Stummfilm „Die Bergkatze“. Und wer Westernpersiflagen mag, kommt am 4. August bei Jon Landis´ „Drei Amigos“ (1986) auf seine Kosten. Es gilt also: Besser in die Programme der Karlsruher Kulturszene schauen als in die Röhre. -maf-

 
 

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