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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 21. August 2020

Gemeinderat: Priorität für Gemeinwohl

Nach der Corona-Krise soll das Wirtschaftssystem nachhaltiger, krisenfester, ökologischer und sozialer sein. In einem interfraktionellen Antrag schlagen GRÜNE, SPD und DIE LINKE. deshalb vor, Gemeinwohl-Bilanzen zu erstellen und den Prozess mittels externer Berater begleiten zu lassen.

Anhand des Instruments ließen sich Faktoren bewerten und vergleichen. Der an sich guten Sache erteilte die Verwaltung zum jetzigen Zeitpunkt eine Absage. Zu sehr sei man noch mit der Bewältigung und den finanziellen Auswirkungen der Corona-Krise gebunden, versprach OB Dr. Frank Mentrup dennoch, bis Ende des Jahres Vorschläge für eine mögliche Umsetzung zu machen. Als „falschen Weg“ bezeichnete CDU-Stadtrat Thorsten Ehlgötz die Bilanzen, Unternehmen handelten bereits im Sinne des Gemeinwohls. Überflüssig war der Vorstoß auch in den Augen Tom Høyems (FDP), derlei Ziele sollten tägliche Praxis sein. AfD-Stadtrat Oliver Schnell sah eine unnötige sozialistische Bevormundung. Michael Haug (KAL/DIE PARTEI) war dagegen überzeugt, dass sich die Bevölkerungsmehrheit ein faires Wirtschaftssystem wünsche. Zumindest in dieser Zeit kein Verständnis für den Antrag hatte Jürgen Wenzel (FW/FÜR). -maf-

 
 

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