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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 21. August 2020

regioKArgo: Nahverkehrsbahnen sollen als Warenlieferanten Logistikwesen und Kommunen entlasten

TRAMS, die sich in und um Karlsruhe zwischen und in Kommunen bewährten, könnten künftig auch Waren transportieren. Foto: VBK/Gärtner

TRAMS, die sich in und um Karlsruhe zwischen und in Kommunen bewährten, könnten künftig auch Waren transportieren. Foto: VBK/Gärtner

 

Über regioKArgo wieder Pionier sein

In den vergangenen Monaten haben sich mehrere Projektpartner zusammengefunden, um über „regioKArgo“ in Karlsruhe und Umgebung neue Formen des Warenladungs- und Lieferverkehrs zu untersuchen und umzusetzen.

Kernziele sind ein Verlagern auf die Schiene und ein emissionsfreies Gestalten der ohnehin herausfordernden letzten Meile. Der stetig zunehmende Lieferverkehr stellt sowohl Kommunen als auch Speditionen und Logistikunternehmen vor wachsende Herausforderungen. Verstärkt kommt es zu Engpässen bei Fahrzeugen und Personal, während die Bürgerschaft zusehends unter wachsender Verkehrslast leidet. Im Sinne einer dauerhaften Entlastung sowie von mehr Klima- und Umweltschutz könnten etwa umgebaute Trams teils dem Warentransport dienen. Gebündelt erfolgte dies über sogenannte Konsolidierungscenter. In Karlsruhe und gegebenenfalls anderen Kommunen würden City-Hubs entstehen, von denen aus die Waren in der Stadt zum Beispiel mit Lastenrädern ausgeliefert werden könnten.

Neben vielen namhaften Partnern aus Verkehr und Forschung sowie Dienstleistungsunternehmen und bündelnd dem Automotive Engineering Network städtischerseits beteiligt ist das Stadtplanungsamt. Bürgermeister Daniel Fluhrer, der sich federführend im Lenkungskreis einbringt, betonte: „Die Stadtqualität steht für uns an erster Stelle, innovative Logistik- und Lieferkonzepte können einen wichtigen Beitrag dazu leisten, Verkehrsbelastungen zu reduzieren.“ Das Karlsruher Modell, Beispiel gebend im Nahverkehr, biete „beste Voraussetzungen, um die Verkehrswende auch im Güter- und Warentransport zu ermöglichen“, konstatierte der technische Geschäftsführer von Verkehrsbetrieben Karlsruhe und Albtal-Verkehrs-Gesellschaft, Ascan Egerer. Über das Projekt „LogIKTram“ soll ein erster Demonstrator einer solchen Tram bereits 2022 als Pilotanwendung testreif sein. Zu den Stoßzeiten sollen fragliche Trams auch künftig nur Personen befördern, ansonsten zusätzlich Waren. Fluhrer: „Mit regioKArgo kann in der TechnologieRegion erneut Pionierarbeit geleistet werden.“ -red-

 
 

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