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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 21. August 2020

Zukunft Innenstadt: Qualität der Innenstadt steigern

STARTSCHUSS UNTER PALMEN: OB Dr. Frank Mentrup (Mitte) zeigte der beauftragten Bürogemeinschaft um Birgitte Bundesen Svarre von Gehl (rechts) einige Handlungsfelder in der nördlichen Karlstraße. Foto: Fränkle

STARTSCHUSS UNTER PALMEN: OB Dr. Frank Mentrup (Mitte) zeigte der beauftragten Bürogemeinschaft um Birgitte Bundesen Svarre von Gehl (rechts) einige Handlungsfelder in der nördlichen Karlstraße. Foto: Fränkle

 

Beauftragte Büros bei Kick Off des IQ-Leitprojekts ÖRMI: Konzept soll Impulse für Ausgestaltlug des öffentlichen Raums und der Mobilität geben

Für das nach Fertigstellung der Kombilösung neue Gesicht der Innenstadt soll im nächsten Schritt ein Konzept für die Ausgestaltung der öffentlichen Räume und der Mobilität in der City entstehen. Dies zu entwickeln, ist das Ziel des IQ-Leitprojekts Öffentlicher Raum und Mobilität der Innenstadt (ÖRMI).

Wesentliche Impulse verspricht sich die Stadt von einer hochkarätigen Bürogemeinschaft, die sie Anfang August damit beauftragte, sowohl alle bisherigen Einzelkonzepte der Innenstadt zusammenzuführen als auch innovative und nachhaltige Lösungen zu entwickeln. Die Bürogemeinschaft besteht aus den drei namhaften Planungsbüros Gehl (Kopenhagen, Stadtplanung und Strategie), Argus (Hamburg, Verkehrsplanung) und Weeber+Partner (Stuttgart, Beteiligung). Die Federführung dabei hat Gehl. Das international anerkannte Büro steht dafür, weltweit bei seinen Konzepten immer das öffentliche Leben und den menschlichen Maßstab in den Mittelpunkt zu rücken.

GESAMTERLEBNIS SCHAFFEN
In enger Zusammenarbeit mit der Verwaltung sowie unter Beteiligung der Öffentlichkeit soll die Bürogemeinschaft Lösungen für alle Verkehrsarten und anstehende Mobilitätsfragen sowie für die Nutzung des öffentlichen Raums im Untersuchungsgebiet  aus der Perspektive der davon Betroffenen erarbeiten. Der Fokus soll auf Aufenthalts- und Lebensqualität liegen: Die Themen Parken, Belieferung, autofreie Innenstadt, Rad- und Fußverkehr werden über die Fortführung des Plätze- und Höfekonzepts (2003) sowie auf der Basis von Überlegungen zu Hierarchien darin integriert betrachtet.

Der Startschuss dazu ist am Mittwoch gefallen. Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup zeigte im Rahmen eines Kick-Off-Termins Birgitte Bundesen Svarre und Andreas Røhl (Gehl), Christian Scheler (Argus), Philip Klein und Lisa Küchel (Weeber+Partner) bei einem kurzen Spaziergang entlang der nördlichen Karlstraße und über den Europaplatz einige Handlungsfelder. Grundsätzlich sei geboten, „für die Menschen ein Gesamterlebnis Innenstadt zu schaffen“, betonte der OB wegweisend. Um vom Ansatz der rein baulichen Gestaltung von Straßen und Plätzen wegzukommen, den Blick vielmehr auf Belebung und Nutzungsqualität zu richten und damit Mentrup zufolge „Profil und Anziehungskraft der einzelnen Plätze zu stärken“. Dabei gehe es auch darum, Fußgängern und Radlern adäquate Wege anzubieten, dachte das Stadtoberhaupt etwa daran, dass die neu gestaltete Kriegsstraße zur „Ost-West Achse für den Radschnellverkehr“ werden könne. Auch der Autoverkehr brauche sinnvolle Strecken, es gelte aber – auch nach Landesvorgaben –, diesen in der  City in den nächsten Jahren um ein Drittel zu reduzieren. Sie freue sich darauf, zusammen mit der Bürogemeinschaft und der Bürgerschaft nach Lösungen zu suchen, die „die Identität der Pionierstadt Karlsruhe und ihrer einzelnen Teile stärken können“, unterstrich Projektleiterin Bundesen Svarre von Gehl beim Rundgang.

NÄCHTES JAHR REALLABORS
Die Bearbeitung durch die Büros soll etwa eineinhalb Jahre dauern. Um erste Ideen und Überlegungen noch während der Laufzeit zu erproben, gibt es 2021 sogenannte Reallabors im öffentlichen Raum. Politik und Öffentlichkeit werden in die Erarbeitung einbezogen. Ein erster öffentlicher Auftakttermin für das dem IQ-Korridorthema „Zukunft Innenstadt“ zugeordnete Leitprojekt ÖRMI findet am Donnerstag, 24. September, um 18 Uhr im Südwerk statt. -trö-

 
 

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