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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 11. September 2020

Feuerwehr: Endspurt bei Hauptfeuerwache

ARCHITEKTUR UND FUNKTIONALITÄT vereinen sich in der neuen Hauptfeuerwache, zu der ein 30 Meter hoher Turm zum Trocknen der Schläuche und die monolithische Fahrzeughalle zählen. Foto: Fränkle

ARCHITEKTUR UND FUNKTIONALITÄT vereinen sich in der neuen Hauptfeuerwache, zu der ein 30 Meter hoher Turm zum Trocknen der Schläuche und die monolithische Fahrzeughalle zählen. Foto: Fränkle

FUTURISTISCH wirken die Röhren der Rutschstangen, zwischen denen im zentralen Treppenhaus gewechselt werden muss. Foto: Fränkle

FUTURISTISCH wirken die Röhren der Rutschstangen, zwischen denen im zentralen Treppenhaus gewechselt werden muss. Foto: Fränkle

118 BETTEN STEHEN zur Verfügung. Wie sie im Schichtdienst belegt werden, präsentierte Dr. Ronald Richter vom Direktionsdienst. Foto: Fränkle

118 BETTEN STEHEN zur Verfügung. Wie sie im Schichtdienst belegt werden, präsentierte Dr. Ronald Richter vom Direktionsdienst. Foto: Fränkle

 

Wenige Monate vor Fertigstellung / Kostenrahmen eingehalten / Bau energieeffizient und nachhaltig / Umzug im Frühjahr

Ende des Jahres soll die neue Hauptfeuerwache fertig sein. Zusammen mit der Integrierten Leitstelle bildet sie ein Ensemble, das für – wie geplant – 90 Millionen Euro neue Standards bei Sicherheit, Nachhaltigkeit und Energieeffizienz setzt. Aber die Wache ist noch mehr. Für die Feuerwehrleute ist sie ein „zweites Zuhause“, wie Branddezernentin Bettina Lisbach jüngst bei einem Rundgang betonte: Kantine, Küche, Sportbereich und Dachgarten machen es dort lebenswert.

Aktuell stehen neben dem Estrich in der Fahrzeughalle noch Innenausbau, Installationsarbeiten und Einbau der Feuerwehrtechnik auf dem Programm. Nach Fertigstellung zieht zunächst „ein kleineres Team“ ein, um im Probebetrieb die „Funktionstechnik testen und ausprobieren“ zu können, wie Branddirektionsleiter Florian Geldner erläuterte. Der eigentliche Umzug ist für April 2021 geplant. Dann werden alle Einsatzkräfte auf einen Schlag die neue Wache beziehen.

Mit der neuen Hauptfeuerwache werde Lisbach zufolge noch einmal „der Sicherheitsstandard erhöht“, da der Standort im Südosten an der Wolfartsweierer Straße es zulasse, sehr schnell in die Innenstadt, aber auch auf die Südtangente und die Autobahn zu kommen. Eine Besonderheit der neuen Fahrzeughalle ist das „französische Modell“, bei dem die Fahrzeuge des Löschzugs die Halle hintereinander über ein zentrales Ausfahrtstor verlassen und bei ihrer Rückkehr über das Einfahrtstor einen Boxenstopp bei den Werkstätten einlegen können.

Bedacht wurde aber auch die Nachhaltigkeit. Das Gebäude erfülle „Passivhausstandards“, arbeite „energieeffizient“ mit verschiedenen Temperatur-systemen, und beim Bau sei vermehrt Recyclingbeton zum Einsatz gekommen, erläuterte Lisbach. Zudem wird das Dach über der Fahrzeughalle auf 3500 Quadratmetern begrünt, was ein „Beitrag zum stadtklimatischen Ausgleich“ sei.

Bereitschaft mit Wohnlichkeit

Das Grün wird mit Anschluss an Küche, Aufenthaltsräume und Terrasse außerdem zu einem Erholungsort, der zwischen Bäumen und den Oberlichtern der Fahrzeughalle einen Gemüsegarten, einen Übungsbereich und sogar eine Joggingstrecke bieten wird. Neben „wohnlichem Charakter“ gehe es laut Architekt Florian Schramm im Innenbereich auch um „Funktionalität“ und „Geschwindigkeit“. So soll etwa ein Farbkonzept bei der Orientierung helfen, und durch die Anordnung zentraler Bereiche „an architektonisch wichtiger Stelle“ würden Laufwege optimiert. Denn im Notfall muss es schnell gehen. Nur etwa eine Minute haben die Feuerwehrleute, bis sie abfahrbereit im Fahrzeug sitzen müssen. -gem-

 
 

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