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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 11. September 2020

Lebenshilfe: Inklusiv gegen den Knöterich

KNÖTERICH MUSS WEICHEN: Jürgen Poxleitner, Leiter der Abteilung Garten- und Landschaftspflege von worKA, rückt mit Steven Scholz und Kevin Zoller (von links) dem Schädling zu Leibe. Foto: Fränkle

KNÖTERICH MUSS WEICHEN: Jürgen Poxleitner, Leiter der Abteilung Garten- und Landschaftspflege von worKA, rückt mit Steven Scholz und Kevin Zoller (von links) dem Schädling zu Leibe. Foto: Fränkle

 

Das städtische Tiefbauamt kooperiert bei der Schädlingsbekämpfung mit worKA Hinter dem Knielinger Albhäusle ist es an diesem Nachmittag ganz schön laut. Dort rückt das Team um Jürgen Poxleitner am Ufer der Alb und an der Böschung des Damms mit Trimmern und anderen Mähgeräten dem japanischen Staudenknöterich zu Leibe.

Poxleitner und seine Mitstreiter Steven Scholz und Kevin Zoller sind Beschäftigte der worKA, einer gemeinnützigen Gesellschaft der Lebenshilfe Karlsruhe, Ettlingen und Umgebung. In ihr arbeiten Menschen mit und ohne Behinderung zusammen. Die worKA erledigt Arbeiten für regionale Unternehmen, Behörden und Kommunen.

Gegen den Knöterich, der bis zu drei Meter hoch wächst und sich in Windeseile ausbreitet, tritt die Abteilung Garten- und Landschaftspflege des Inklusionsunternehmens im Auftrag des Tiefbauamts (TBA) an. Ein für das ökologische Gleichgewicht wichtiger Kampf: Unter dem eingeschleppten Schädling gedeiht nichts. Dichtes Blattwerk und tiefe Wurzeln ersticken heimische Pflanzen.

„Die wiederum stärken mit ihrem Bewuchs auch die Stabilität der Hochwasserdämme“, ist für Frank Lamm, im Tiefbauamt für die Gewässer zuständig, das Eindämmen des invasiven Neophyten auch eine Frage der Sicherheit. Regelmäßige Mahd soll dafür sorgen, dass einheimische Pflanzen wieder ausreichend Luft und Raum bekommen.

„Diese Arbeiten können wir nicht zusätzlich stemmen“, freut sich TBA-Leiter Martin Kissel über die neben der Digitalisierung der Akten des Tiefbauamts und dem Betrieb der Rathauskantine „bereits dritte Kooperation der Stadt mit worKA“. Die soll so erfolgreich verlaufen wie in den anderen beiden Fällen.

Das gehört zum Anspruch des Inklusionsunternehmens. „Wir wollen auf dem Markt durch Leistung überzeugen“, unterstreicht Andrea Sauermost, Pressesprecherin der Lebenshilfe. Gelegenheit dazu haben Poxleitner und sein Team genug: Auf dem Programm steht an zehn Tagen im Monat Knöterich-Mahd am 27 Kilometer langen Albufer von der Ettlinger Gemarkung bis zum Rhein. -trö-

 
 

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