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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 11. September 2020

SPD-Ortsbegehung: „Keine höhere Belastung als heute“

IN NEUREUT besprachen (v. l.) OB Mentrup sowie die Stadträte der einladenden SPD, Fraktionsvorsitzender Parsa Marvi, Irene Moser, Michael Zeh und Yvette Melchien, mit der Bürgerschaft Verkehrsfragen. Foto: Fränkle

IN NEUREUT besprachen (v. l.) OB Mentrup sowie die Stadträte der einladenden SPD, Fraktionsvorsitzender Parsa Marvi, Irene Moser, Michael Zeh und Yvette Melchien, mit der Bürgerschaft Verkehrsfragen. Foto: Fränkle

 

SPD lässt OB Perspektiven zur zweiten Rheinbrücke und ihrer Anbindung erklären

Die Stadt stellt sich auf die zweite Rheinbrücke ein, kann aber gerichtlich festgehalten auf deren Anbindung an die B36 pochen. Wie OB Dr. Frank Mentrup als Gastreferent der Vor-Ort-Sommertour der SPD-Fraktion vorige Woche betonte, ist das Land verpflichtet, den Brückenverkehr solange zu drosseln, bis die sogenannte Querspange entlastend greifen kann.

Notwendig, da das Planfeststellungsverfahren der Anbindung dem bereits weit gediehenen für die Brücke hinterherhinkt. „Keine höhere Belastung als heute“ könne Karlsruhe als anerkanntes Ziel konstatieren. Die Vorsitzende der SPD-Neureut, Stadträtin Irene Moser, unterstrich: „Unser gemeinsames Ziel muss sein, dass es keine direkte Anbindung an Neureut geben darf.“ Mehr als zwei Spuren seien auch nicht hinnehmbar, diese zögen nur mehr Verkehr an. Der Bund plant indes vierspurig.

Neureuterinnen und Neureuter wollten sich informieren und ihre Sorgen vor mehr Pendel- und Fernverkehr vortragen. „Aus Jux und Dollerei“ sei die Nordtangente gestrichen worden, Umweltbelange diktierten, waren Einwürfe. Mentrup räumte ein, dass bei gebotener Balance „der Artenschutz teils zu hart“ sei. Er suchte, mit der Konzeption zu beruhigen, dass der Abfluss von jenseits des Rheins südlich wie nördlich an Neureut vorbei erfolgen soll. Genauer zu verorten sei die Anbindung zwischen dem ohnehin von Pendelströmen stark betroffenen Knielingen und dem Klärwerk oder zwischen Klärwerk und Mineraloelraffinerie Oberrhein (MiRO).

Letzteres, eine möglichst nördliche Variante, die neben weiteren Optionen in Prüfung ist, bevorzugt die Stadt. Und sie führte bereits Gespräche mit Experten der konstruktiven MiRO als Störfallbetrieb. „Ich möchte verhindern, dass die Variante gar nicht erst weiterverfolgt wird“, erklärte Mentrup. Höhere staatliche Ebenen könnten ihr wegen Areal und Leitungen einen Sicherheitsriegel vorschieben. -mab-

 
 

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