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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 11. September 2020

Tag des offenen Denkmals: Reales auch virtuell erleben

FÜHRUNGEN, etwa durch das Stadtmuseum im hier zu sehenden Prinz-Max-Palais, zählen unter Corona-Auflagen zum Programm. Foto: Fränkle

FÜHRUNGEN, etwa durch das Stadtmuseum im hier zu sehenden Prinz-Max-Palais, zählen unter Corona-Auflagen zum Programm. Foto: Fränkle

ALS DENKMÄLER stehen auch mehrere Gotteshäuser offen, so die Türen der Evangelischen Nordkirche Neureut. Teils kann Orgelspielen gelauscht werden. Foto: Fränkle

ALS DENKMÄLER stehen auch mehrere Gotteshäuser offen, so die Türen der Evangelischen Nordkirche Neureut. Teils kann Orgelspielen gelauscht werden. Foto: Fränkle

 

Pandemie erschwert traditionelle Erlebnisreise, dennoch öffnen viele Stätten

Es ist längst ein fester Termin: Immer am zweiten Septemberwochenende stehen zum „Tag des offenen Denkmals“ bundesweit Denkmale parat, um Blicke hinter die Kulissen zu ermöglichen – und um dabei neue Perspektiven zu bieten. So sollte es auch dieses Jahr sein. Doch die Corona-Pandemie macht eben viel Gewohntes unmöglich, bietet aber die Möglichkeit, Bewährtes neu umzusetzen – in diesem Jahr digital.

Das Motto lautet: „Chance Denkmal: Erinnern. Erhalten. Neu denken.“ Karlsruhe hat seit Ende Juli sogar digitale „Karlsruher Denkmalwochen“, betonte Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup: „So wurde noch mehr Aufmerksamkeit auf Denkmale gelenkt.“ In Karlsruhe wurden viele Ideen umgesetzt und landesweit ergänzt. „Zwar hat es Corona uns etwas verhagelt, aber es ist faszinierend, was daraus über einen längeren Zeitraum entstanden ist“, zeigte sich das Stadtoberhaupt zur Präsentation der Planungen zum Kerntag erfreut.
„Es gibt dabei viele spannende Angebote“, ergänzte Landesstaatssekretärin Katrin Schütz, „die somit Denkmale im Land auch neu erlebbar machen.“ Erfreulich sei das große Engagement der vielen Helfer, die sich Einiges haben einfallen lassen, um ihre Schätze coronakonform präsentieren zu können.

Normalerweise kommen zum „Tag des offenen Denkmals“ bundesweit rund vier bis fünf Millionen Besucher zu den teilnehmenden 7.500 Denkmälern, so Claus Wolf, Präsident des Landesamts für Denkmalpflege: „Das digitale Angebot ist daher kein Ersatz für das reale Erleben – aber es ist wichtig, an das Thema zu erinnern.“

Dass digitale Formate aber durch-aus eine große Attraktion sein können, sieht man an den Schlosslichtspielen in Karlsruhe: „Wir haben dabei Besucher aus über 120 Ländern, die sich zuschalten“, betonte Martin Wacker, Geschäftsführer Karlsruhe Marketing und Event: „Wir bringen Menschen in die Denkmäler – wenn auch etwas anders.“ Erlebenswert sind die vielen Filmclips, die eine gelungene Symbiose zwischen der realen Welt und digitalen Einblicken darstellen. Dabei werden zahlreiche Denkmale vorgestellt, die es Betrachtern erlauben, auch hinter die Fassaden zu blicken. Mit Hilfe kleiner Videos, mittels vor Ort angebrachter QR-Codes abrufbar, können auch Blicke in geschlossene Denkmäler geworfen, kann bei einigen Kirchen Orgelmusik gelauscht werden. „Mit Einbindung der Region lässt sich daraus eine schöne Denkmalreise planen“, blickte Schütz zuversichtlich voraus auf real wie virtuell greifbare Eindrücke.

In Karlsruhe findet in diesem Jahr die landesweite Eröffnung statt – schon am Vorabend, Samstag, 12. September, ab 17.30 Uhr. Ob Blick in Stadtarchiv, Luftschutzbunker in Daxlanden, Pyramide, Karlsburg, Stadtführungen oder virtuelle Impressionen: Angebote auf karlsruhe-erleben.de/denkmaltag. -jowaka-

 
 

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