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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 25. September 2020

Park(ing) Day: Zukunftsmusik mit Punkten

STIMMUNGSBILD: Grüne und rote Punkte haben Passanten für die Idee der Stadt vergeben. Amtsleiter Ullrich Wagner diskutiert darüber mit Verkehrsplaner Prof. Dr. Jan Riel (HsKA). Foto: Bastian

STIMMUNGSBILD: Grüne und rote Punkte haben Passanten für die Idee der Stadt vergeben. Amtsleiter Ullrich Wagner diskutiert darüber mit Verkehrsplaner Prof. Dr. Jan Riel (HsKA). Foto: Bastian

 

Besonders an Markttagen wird es eng um den Gutenbergplatz. Autoverkehr, der auf Kriegsstraße und Kaiserallee besser aufgehoben wäre, rollt dann durch die stark belastete Sophienstraße, während Marktbesucher und Anwohner um Parkplätze in der Fahrradstraße kämpfen. Basierend auf einem Gemeinderatsantrag von DIE LINKE. hat das Stadtplanungsamt zum internationalen Aktionstag „Park(ing) Day“ am 18. September eine Idee visualisiert: Um die ausgewiesene Fahrradstraße zu stärken, könnten Poller den Durchgangsverkehr auf der Sophienstraße unterbrechen.

Direkt auf Höhe des Gutenbergplatzes könnten dann Fahrradparkplätze und Aufenthaltsmöglichkeiten entstehen. Um einen Eindruck davon zu bekommen, was Anwohner und Laufkundschaft darüber denken, war die Stadtverwaltung mit einem Stand am Gutenbergplatz unterwegs – ganz im Sinne des Aktionstags, der auf das kurzfristige Umwidmen von Parkflächen zur Re-Urbanisierung von Innenstädten setzt.

Insgesamt verliehen 44 Bürgerinnen und Bürger ihrer Meinung mit grünem oder rotem Klebepunkt Ausdruck. Beachtliche 75 Prozent bewerteten die Idee positiv. Wer einen roten Punkt setzte, fand die Idee meist auch gut, hatte aber Bedenken wegen entfallender Parkierung. „Wir haben dem Gemeinderat zugesagt, uns mit der Idee zu befassen“, berichtete Stadtplaner Ulrich Wagner. Dies bedeutet auch, herauszufinden, von wo und warum die meisten Autos in die Sophienstraße strömen. Beim Radlerforum Anfang 2021 sollen erste Ergebnisse dazu vorgestellt werden, dann könnten mögliche Planungen in Gang kommen. -bea-

 
 

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