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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 16. Oktober 2020

Besuch: OB bei Zeugin der Deportation

GLÜCKWUNSCH: OB Mentrup besuchte Hanna Meyer-Moses. Foto: HA

GLÜCKWUNSCH: OB Mentrup besuchte Hanna Meyer-Moses. Foto: HA

 

Am 22. Oktober jährt sich zum 80. Mal die Deportation jüdischer Mitbürgerinnen und -bürger aus Karlsruhe in das Internierungslager Gurs. Eine der wenigen, die noch vom Ereignis berichten können, ist Zeitzeugin Hanna Meyer-Moses, die am 30. September ihren 93. Geburtstag im Kreis der Familie feiern konnte.

Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup besuchte sie aus dem Anlass im Wohnort Wohlen im Schweizer Kanton Zürich und überbrachte ihr Glückwünsche der Stadt Karlsruhe und des Gemeinderats.

Die in Karlsruhe geborene Jubilarin war als 13-Jährige mit ihrer Familie und weiteren rund 900 Mitbürgern jüdischen Glaubens in das am Fuß der Pyrenäen liegende Lager Gurs verschleppt worden. Während ihre Eltern von Nationalsozialisten ermordet wurden, kam Hanna Meyer-Moses mit ihrer jüngeren Schwester Susanne durch Vermittlung eines jüdischen Kinderhilfswerks in ein Kinderheim. Von dort gelang den Schwestern die Flucht in die Schweiz, wo sie seither leben.

Über viele Jahre hinweg hat Hanna Meyer-Moses bei vielen Vorträgen und in Karlsruher Schulen über ihre Erlebnisse berichtet. Ihre Erinnerungen veröffentlichte sie 2009 unter dem Titel „Eine Reise in die Vergangenheit“ als Buch. -eck-

 
 

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