Sprung zur Navigation. Sprung zum Inhalt, Sprung zur Suchmaschine

Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 16. Oktober 2020

Fahrgastbeiräte: „Attraktivität des ÖPNV steigern“

NEUE VERNETZUNGSSTRATEGIE: Fahrgastbeiräte aus gleich sechs baden-württembergischen Städten trafen sich vor Kurzem zum Austausch beim Karlsruher Verkehrsverbund. Foto: KVV/Lutterbach

NEUE VERNETZUNGSSTRATEGIE: Fahrgastbeiräte aus gleich sechs baden-württembergischen Städten trafen sich vor Kurzem zum Austausch beim Karlsruher Verkehrsverbund. Foto: KVV/Lutterbach

 

Erstes überregionales Treffen von Fahrgastbeiräten beim KVV

Zwar sind die Tarife der 22 Verkehrsverbünde in Baden-Württemberg höchst unterschiedlich, doch bei den thematischen Schwerpunkten gibt es große Schnittmengen und somit auch bei der Arbeit der Fahrgastvertreter. Auf Initiative des KVV-Fahrgastbeirats hatten sich nun erstmals Mitglieder von sechs Fahrgastbeiräten aus Baden-Württemberg zu einem überregionalen Erfahrungsaustausch getroffen.

Im Mittelpunkt der Diskussion mit den Gästen aus Calw, Freiburg, Heidelberg, Stuttgart und Pforzheim stand das Thema „Intermodale Mobilität in ländlichen Gebieten“. Angesichts der aktuellen Herausforderungen für die Branche sei es wichtiger denn je, ein gemeinsames Ziel zu verfolgen, sagte Dr. Charlotte Kempf, Sprecherin des KVV-Fahrgastbeirats, „wir wollen dazu beitragen, die Attraktivität des ÖPNV weiter zu steigern“.

Um die angestrebte Verkehrswende mit einer Verdoppelung der Fahrgastzahlen bei Bahnen und Bussen in Baden-Württemberg bis 2030 realisieren zu können, komme dem umweltfreundlichen ÖPNV eine zentrale Bedeutung zu, verdeutlichte Thomas Mager als Vertreter des Landesverkehrsministeriums. Insbesondere in ländlichen Regionen müsse der Nahverkehr weiter ausgebaut werden, wenn neue Zielgruppen gewonnen werden sollen, lautete der Tenor aller Vertreter. Weil hier allerdings das klassische ÖPNV-Angebot rasch an die Grenzen der Wirtschaftlichkeit stößt, bedarf es neuer flexibler Bedienformen und vernetzter Mobilität, wie sie der KVV in den Projekten „MyShuttle“ und „regiomove“ bereits umsetzt.

Der KVV-Aufsichtsratsvorsitzende, Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup, begrüßte ebenso wie Sebastian Wiske vom Regionalverband Mittlerer Oberrhein und der Vertreter der KVV-Verbundunternehmen, Thomas Balmer, die Vernetzungsinitiative ausdrücklich. Gute Beispiele auf andere Regionen zu übertragen sei eine Chance zur erfolgreichen Überwindung der Corona-Folgen. „Corona hat den ÖPNV zeitweise in die Knie gezwungen“, sagte Mentrup, Nun gelte es, das Vertrauen der Fahrgäste zurück zu gewinnen, zumal „die Selbstverständlichkeit und Attraktivität den ÖPNV zu nutzen, nicht mehr so da ist wie vor der Pandemie“, so der OB. -eck-

 
 

Zur Übersicht der Wochenausgabe