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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 16. Oktober 2020

Stimmen aus dem Gemeinderat: KAL/Die PARTEI: Denkmalschutz in Karlsruhe – mal hopp, mal top

Lüppo Cramer, Vorsitzender KAL/Die PARTEI-Fraktion

Lüppo Cramer, Vorsitzender KAL/Die PARTEI-Fraktion

 

Am 10. Oktober wurde der Marktplatz der Karlsruher Bevölkerung „zurückgegeben“. Nach langer Zeit als Baufeld erstrahlt der klassizistische Platz in neuem Glanz.

Rechtzeitig wurde auch der historische Ludwigsbrunnen in voller Pracht und voll funktionsfähig an alter Stelle aufgebaut – mit Pollern und Sockel! Dazu hat auch unser Antrag aus der letzten Legislaturperiode beigetragen. Denn diese historisch wichtigen Elemente sollten eingespart werden. Komplett wiederhergestellt, wird das Erbe Weinbrenners an dieser Stelle angemessen gewürdigt.

Leider lässt der Umgang mit Denkmälern und erhaltenswerter Baukultur in Karlsruhe keine einheitliche Linie erkennen. Während der Ludwigsbrunnen für die meisten Bürger als historisch bedeutsames Bau- und Kunstwerk erkennbar und erhaltenswert ist, fällt das an anderer Stelle schwerer. So ist auch das im internationalen Stil erbaute Landratsamtsgebäude, ein Baudenkmal. Doch der Landkreis hat kein Interesse am Erhalt des „Badenwerk-Hochhauses“. Eine Sanierung sei ohne die Zerstörung der denkmalgeschützten Fassade nicht möglich. Deshalb müsse das Gebäude auch nicht auf die Liste verkäuflicher Baudenkmäler. Wir denken: Damit wird jeder kreativen Idee eines möglichen Käufers, das Gebäude doch zu erhalten, ein Riegel vorgeschoben.

Wir wünschen uns also mehr Sensibilität für den Denkmalschutz in Karlsruhe. Denn die Restaurierung des Ludwigsbrunnens zeigt: Es geht doch!

Lüppo Cramer, Vorsitzender KAL/Die PARTEI-Fraktion

 
 

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