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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 30. Oktober 2020

Statistik: Einwohnerzahl ging leicht zurück

ETWAS WENIGER KARLSRUHER: 2019 überflügelte erstmals seit 20 Jahren die Zahl der Wegzügler die der Zuzügler. Foto. Fränkle

ETWAS WENIGER KARLSRUHER: 2019 überflügelte erstmals seit 20 Jahren die Zahl der Wegzügler die der Zuzügler. Foto. Fränkle

 

Ende 2019 lebten 304.411 Menschen in Karlsruhe / Erstmals Wanderungsverluste

Die Zahl der Menschen, die mit Hauptwohnsitz in Karlsruhe leben, ist in jüngster Vergangenheit gegenüber den von ständigen Wachstumsraten geprägten Vorjahren leicht zurückgegangen. Die von der Statistikstelle des Amts für Stadtentwicklung vorgelegte Untersuchung zur „Bevölkerung in Karlsruhe 2019“ weist zum Ende des Vorjahres für die Fächerstadt 304.411 Einwohnerinnen und Einwohner aus. Damit lag die Einwohnerzahl Ende 2019 um 1.204 niedriger als die für 2018 ermittelte (305.616).

Verantwortlich für das leichte Minus machen die Statistiker vor allem das veränderte Verhalten bei den sogenannten Wanderungen, die Zu- und Wegzüge im Laufe eines Jahres umfassen. So zogen im 2019 im Gegensatz zu den Vorjahren mehr Menschen aus Karlsruhe weg (27.684) als in die Fächerstadt zu (26.644). Diese erstmaligen Wanderungsverluste (minus 1.040 Menschen) seit mehr als 20 Jahren sorgten zusammen mit dem leichten Sterbeüberschuss (minus 164) in der natürlichen Bevölkerungsentwicklung (2019 gab es in Karlsruhe 2.837 Geburten gegenüber 3.001 Sterbefällen) für einen Rückgang der in der Stadt wohnhaften Bevölkerung. In den beiden Jahrzehnten zuvor hatten Wanderungsgewinne das Geburtendefizit mehr als ausgeglichen und regelmäßig zu einem Einwohnerplus geführt.

Mit Blick auf die einzelnen Stadtteile zeigt die Wanderungsbilanz 2019 ein höchst unterschiedliches Bild. Gewinne gab es für die Innenstadt-West, in die 149 Menschen mehr ein als von ihr fort zogen, für Knielingen (plus 97) Oberreut (plus 58) und Durlach (plus 51). Die größten Wanderungsverluste hatten die Weststadt (minus 199), Mühlburg (minus 176) sowie Nordstadt und Waldstadt (jeweils minus 68). In Sachen natürlicher Bevölkerungsentwicklung hatte die Südstadt mit einem Geburtenüberschuss von 87 die Nase vorne, gefolgt von Südweststadt (plus 73) und Weststadt (plus 42). Das größte Geburtendefizit im Vergleich zu den Sterbefällen wies Grünwinkel mit minus 74 auf, die Waldstadt kam auf minus 54 und Daxlanden auf minus 52. Weitere Infos über www.karlsruhe.de/statistik. -trö-

 
 

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