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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 13. November 2020

Corona: Gemeinsam gegen die Ausgangssperre

CITY SMART ERLEBEN: Angebote der lokalen Wirtschaft bei Shoppen, Essen und Kultur finden Interessierte auf karlsruhe-erleben.de. Foto: Fränkle

CITY SMART ERLEBEN: Angebote der lokalen Wirtschaft bei Shoppen, Essen und Kultur finden Interessierte auf karlsruhe-erleben.de. Foto: Fränkle

WOCHENMÄRKTE gehen nicht online und so laden sie auch im Teil-Lockdown zum Besuch: Mit Maske und gebührendem Abstand. Foto: Fränkle

WOCHENMÄRKTE gehen nicht online und so laden sie auch im Teil-Lockdown zum Besuch: Mit Maske und gebührendem Abstand. Foto: Fränkle

 

Aufgrund der ernsten Lage bei der Entwicklung der Corona-Pandemie befindet sich auch Karlsruhe seit nunmehr zwei Wochen im „Lockdown light“. Zwar ist durch die Verschärfung der landesweiten und kommunalen Regelungen bereits eine geringe Verbesserung im Bereich Neuinfektionen erkennbar, aber die Belastung des Gesundheitssystems bleibt nach wie vor kritisch.

Dies machten Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup und Landrat Dr. Christoph Schnaudigel bei ihrer jüngsten gemeinsamen Pressekonferenz deutlich. Laut OB Mentrup gelte deshalb auch weiterhin der „dringende Appell an die Bevölkerung“, solidarisch zu handeln und auch „im persönlichen Umfeld“ und damit „am Arbeitsplatz, in der Familie und in der Nachbarschaft“ Abstand zu halten, die Hygienehinweise zu beachten und im Zweifel eine Alltagsmaske zu tragen, um drastischere Maßnahmen wie eine Ausgangssperre zu verhindern. Hierfür ginge es laut Mentrup weniger darum, „einzelne Punkte der Verordnung“ zu hinterfragen, sondern zu verstehen, dass auch scheinbar gesunde Menschen infektiös sein können und nur ein umsichtiges Vorgehen schütze. Auch könne das Einhalten der AHA-Formel dazu beigetragen, dass Infrastruktur-Einrichtungen und Betriebe nicht wegen einzelner Erkrankungsfälle und folgender Quarantänemaßnahmen handlungsunfähig würden.

Überlastung Gesundheitssystem

In seinem Appell unterstützt wurde OB Mentrup von Landrat Schnaudigel, der zudem noch einmal eingehend auf die Belastung des Gesundheitsamtes verwies. Pro Woche käme dieses zeitweise auf „6.000 Kontakte, die verfolgt werden müssen“. Dank Hilfe der Bundeswehr sei es möglich gewesen, Rückstände abzuarbeiten, doch nun gebe es „lange Wartezeiten auf Testergebnisse“, da die Labor-Kapazitäten ausgeschöpft seien. Was zudem Sorge bereite, sei „die Entwicklung in den Kliniken“, so Schnaudigel weiter. Die Anzahl stationär behandelter und teilweise beatmeter Menschen sei „deutlich gestiegen“ und da Kliniken „das letzte Glied in der Kette“ seien, werde mit einer weiteren Zunahme gerechnet, die die medizinischen Einrichtungen „an den Rand der Belastungsgrenze“ bringen könnte.

Handel und Gastronomie stärken

Auf ganz andere Weise belastet werden - wie schon beim Lockdown im Frühjahr - Branchen wie Gastronomie, Einzelhandel oder Kultur. Um diese im Einzelfall vor dem Untergang zu bewahren, ruft OB Mentrup dazu auf, sie auch im Teil-Lockdown zu unterstützen. Neben dem weiterhin möglichen Besuch der City werden auf www.karlsruhe-erleben.de Online-Angebote des Einzelhandels sowie Take-away- und Lieferangebote der Gastronomie gebündelt dargestellt. Aktuelle Interviews, Zahlen und Informationen finden sich auf karlsruhe.de/corona. Auskunft gibt zudem die Corona-Hotline 0721/133-3333. -gem-

 
 

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