Sprung zur Navigation. Sprung zum Inhalt, Sprung zur Suchmaschine

Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 13. November 2020

Hauptausschuss: Offerta-Absage war notwendig

Mehrheitlich hat der Hauptausschuss am Dienstag die Anweisung der Gesellschafterversammlung der Karlsruher Messe- und Kongress GmbH zur coronabedingten Absage der Offerta nachträglich legitimiert.

Dem kurzfristigen „Aus“ für die Einkaufs- und Erlebnismesse vorausgegangen war die bei einer Videokonferenz von den Fraktionen mit Ausnahme der AfD gestützte Entscheidung des Oberbürgermeisters, die Offerta angesichts sprunghaft angestiegener Inzidenzwerte abzusagen. Zwar hatte die gültige Corona-Verordnung des Landes deren Durchführung unter Auflagen noch erlaubt, allerdings zeichnete sich ab, dass der Schwellenwert von 50 Neuinfektionen am Eröffnungswochenende erreicht würde.

Damit hätte auch eine mögliche Untersagung des dann zuständigen Gesundheitsamts gedroht, verteidigte Erste Bürgermeisterin Gabriele Luczak-Schwarz den Entschluss, kurz vor knapp den Stecker zu ziehen. Als „einzig richtigen Schritt“ befürwortete Zoe Mayer von den Grünen die Notbremse. Die Absage sei „zwingend gewesen“, fand auch CDU-Fraktionsvorsitzender Tilmann Pfannkuch, kritisierte aber deren Zeitpunkt als eindeutig zu spät, das sei eine Frage des Vertrauensschutzes. Auch Tom Høyem (FDP) hätte früher gehandelt.

Für die AfD beharrte Dr. Paul Schmidt auf seinem Standpunkt. Nur drei Tage zuvor habe man sich im Gemeinderat darauf verständigt, die Offerta stattfinden zu lassen. Es habe keinen Grund gegeben, diesen Weg zu verlassen, seines Wissens sei auch die Haftungsfrage noch offen. Weder die Stadt noch die KMK seien schadensersatzpflichtig machte EB Luczak-Schwarz deutlich, Ausfälle der Aussteller übernähmen Hilfsprogramme des Bundes. Im Messebereich bleibe es bis Mitte nächsten Jahres schwierig, verwies sie auf weitere gefährdete Veranstaltungen, für die brauche es digitale Konzepte.  -maf-

 
 

Zur Übersicht der Wochenausgabe