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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 13. November 2020

Winterdienst: Die Salzlager sind voll

GUT GERÜSTET sehen Olaf Backhaus und Andreas Bender (v. l.) die Stadt im Winter. Dennoch appellieren sie an die Verantwortung des Einzelnen, Gehwege von Schnee zu befreien und zu streuen. Foto: Fränkle

GUT GERÜSTET sehen Olaf Backhaus und Andreas Bender (v. l.) die Stadt im Winter. Dennoch appellieren sie an die Verantwortung des Einzelnen, Gehwege von Schnee zu befreien und zu streuen. Foto: Fränkle

 

Stadt sieht sich auch für harten Winter gut vorbereitet / Bewährtes Drei-Säulen-Konzept / Prävention statt Reaktion bei Schnee und Eis

Gut aufgestellt kann Karlsruhe in den Winter 2020/2021 starten: Neben dem eigenen Salzlager mit einer Kapazität von 1.500 Tonnen hat sich die Stadt Zugriff auf weitere 5.000 Tonnen gesichert. „Somit stehen im Bedarfsfall insgesamt 6.500 Tonnen Streusalz zur Verfügung“, betonte Andreas Bender, der Stadtreinigung und Winterdienst beim Amt für Abfallwirtschaft (AfA) leitet.

Bei einem Pressegespräch am Montag erläuterte er gemeinsam mit Amtsleiter Olaf Backhaus das Drei-Säulen-Konzept, mit dem sich die Stadt für Glätte und Schnee gerüstet hat.

„Die erste Säule bildet unser eigenes Salzlager“, so Bender. Es hat ein Fassungsvermögen von 1.100 Tonnen zuzüglich eigener Salzsilos in den Winterdienstbezirken mit einer Gesamtkapazität von rund 400 Tonnen. „Als zweite Säule stehen uns weitere 2.000 Tonnen Streusalz in einem externen Lager eines regionalen Lieferanten zur Verfügung.“ Die dritte Säule bilde schließlich eine Einkaufskooperation des Landes, die einen für Karlsruhe reservierten Zugriff auf weitere 3.000 Tonnen Streusalz ermöglicht.

Zum Vergleich: Die Saison 2019/2020 hat mit einem Verbrauch von etwa 400 Tonnen zu Buche geschlagen. Auch wenn nun der Winter vor der Tür stehe, kümmere sich die Stadt nicht nur in den dunklen Monaten um den Winterdienst, unterstrich Olaf Backhaus. „Wir arbeiten ganzjährig daran.“ Bei Schnee und Glätte werde mit bis zu 500 Mitarbeitenden und 200 Fahrzeugen zwischen drei und 22 Uhr geräumt und gestreut, in den wärmeren Monaten überarbeite das AfA Streu- und Bereitschaftspläne, frische das Wissen aller Beteiligten auf und überprüfe die gesamte Technik - vom Hand-Schneeschieber über die Streufahrzeuge bis hin zum Salzsilo. „Und natürlich füllen wir Streumittelvorräte auf“, so Backhaus.

Um künftig weniger Salz zu verwenden und die Umwelt nicht unnötig zu belasten, bestelle die Stadt bei Neuanschaffungen sogenannte Kombi-Solesprüher, die je nach Wetterlage sowohl Feuchtsalz (FS 30) als auch reine Sole (FS 100) auf die Fahrbahn sprühen. „Diese Streutechnik ist bei Temperaturen von bis zu minus acht Grad sehr effizient“, betonte Andreas Bender. Hierdurch verschiebe sich auch die Strategie vom Reagieren hin zur Präventivstreuung. „Städtische Fahrzeuge sind häufiger im Vorfeld eines erwarteten Winterdienstereignisses unterwegs.“ Alle 36 Großstreufahrzeuge sind mit Thermomatentechnik ausgerüstet. Die dosiert Streumittel gezielt und umweltschonend. -bea-

 
 

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