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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 20. November 2020

Briefwahlbüro: Mehr Platz für mehr Arbeit

VOR ORT: Bürgermeister Dr. Albert Käuflein macht sich ein Bild von den deutlich verbesserten Arbeitsbedingungen im Briefwahlbüro Foto: MMG

VOR ORT: Bürgermeister Dr. Albert Käuflein macht sich ein Bild von den deutlich verbesserten Arbeitsbedingungen im Briefwahlbüro Foto: MMG

 

Briefwahlbüro bezieht neue Räume und erwartet deutliche Zuwächse an Wählern

Heller, übersichtlicher, größer - so präsentiert sich das neue Briefwahlbüro der Stadt Karlsruhe. Vor allem Letzteres ist dabei besonders wichtig, denn „die Zahl der Briefwähler ist in den letzten Jahren stark gestiegen“, sagte Bürgermeister Dr. Albert Käuflein bei der Eröffnung der neuen zentralen Anlaufstelle. Und der Trend zur Briefwahl, so Käuflein, „wird durch die Corona-Pandemie noch verstärkt“. Da bei der Urnenwahl der Aufenthalt im Wahllokal mit einem gewissen Infektionsrisiko verbunden sei, bitte die Stadt aktiv um verstärkte Nutzung der Briefwahl.

Vor diesem Hintergrund sei es erforderlich gewesen, dazu die strukturellen Voraussetzungen zu schaffen, so Käuflein, was zum einen durch die Einrichtung zusätzlicher Briefwahlbezirke bei gleichzeitiger Reduzierung der Urnenwahlbezirke erfolgt sei. Zum anderen wurde die Raumsituation verbessert. Weil das bisherige Briefwahlbüro im Untergeschoss des Ständehauses an die Kapazitätsgrenze stieß, verlegte das Wahlamt das Büro in ein neues Domizil in der Kriegsstraße direkt am Ettlinger Tor in die ehemaligen Räume eines Küchenstudios. Bis zu 25 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, darunter 13 Auszubildende, kümmern sich hier um die Abwicklung der Briefwahlanträge - unter wesentlich besserem Infektionsschutz, denn die Zeiten des fensterlosen Ständehaussaals sind vorbei.

Dass die Stadtverwaltung mit ihrer Einschätzung einer verstärkten Nachfrage richtig liegt, bewiesen die von Bürgermeister Käuflein präsentierten Zahlen. Nur einen Tag nach Eröffnung des Briefwahlbüros lägen schon 47.640 Anträge auf einen Wahlschein vor. Zum Vergleich: Bei der letzten OB-Wahl vor acht Jahren gab es insgesamt lediglich 18.759 Briefwähler. Dieses Mal könnten es bis zu 80.000 werden, schätzten Käuflein und die Leiterin des Wahlamts, Dr. Edith Wiegelmann-Uhlig. Fast vier Fünftel aller Anträge seien online erfolgt, der Rest mit der Post oder persönlich vor Ort.

Das Briefwahlbüro in der Kriegsstraße 100 hat jetzt jeweils montags bis freitags von 10 bis 17 Uhr geöffnet, am Freitag vor dem Termin der OB-Wahl am 6. Dezember bis um 18 Uhr. Per Post sollten die Wahlunterlagen spätestens am 2. Dezember verschickt werden, bis zum 18. Dezember bei einer möglichen Neuwahl am 20. Dezember. -eck-

 
 

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