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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 20. November 2020

Gemeinderat: Kein Kurswechsel bei den Bädern

TURMBERGBAD DURLACH: Für das umfassend sanierte Sport- und Familienbad soll die Entwicklung zum Kombi-Bad geprüft und dabei der benachbarte Campingplatz mit eingebunden werden. Foto: Fränkle

TURMBERGBAD DURLACH: Für das umfassend sanierte Sport- und Familienbad soll die Entwicklung zum Kombi-Bad geprüft und dabei der benachbarte Campingplatz mit eingebunden werden. Foto: Fränkle

 

Konzept weiter fortgeschrieben: 50 Millionen Euro sollen bis 2030 investiert werden

Viel Lob für die Karlsruher Bäderlandschaft und die dort geleistete Arbeit gab es aus den Reihen des Gemeinderats und einen einstimmigen Beschluss für die 3. Fortschreibung des Bäderkonzeptes 2000.

„Damit wird der Horizont für das kommende Jahrzehnt aufgezeigt“, machte Bürgermeister Martin Lenz deutlich, dass es weiter vorrangiges Ziel sei, Sanierungs- und Investitionsstaus zu verhindern, um mit einer attraktiven und stark nachgefragten Bäderlandschaft einen Anstieg der operativen Defizite zu verhindern, die bislang jährlich zwischen 5,5 Millionen und 6 Millionen Euro lagen.

Die aktualisierte Investitionsliste weist einen Mittelbedarf von 49,4 Millionen Euro aus, mit den Investitionsschwerpunkten Ersatzbau für das Adolf-Ehrmann-Bad, Sauna im Fächerbad sowie Eingangsbereich und Restaurant im Rheinstrandbad Rappenwört.

„Investitionen nicht auf die lange Bank zu schieben“ fand Niko Riebel (GRÜNE) als richtige Weichenstellung für die Zukunft und begrüßte auch die vorgesehene Prüfung eines Kombibades in Durlach, bei der der Campingplatz mit einbezogen werden soll. „Unser Angebot ist vorbildlich in Deutschland, die Kostendeckung durch Besuchereinnahmen von 60 Prozent einmalig“ hielt Detlef Hofmann (CDU) fest, dennoch könne mit Blick auf Finanzen ein Vorgehen mit Augenmaß geboten.

Was leistbar sei, ergebe sich aus der Haushaltslage und sei bei der Entscheidung über einzelne Projekte zu prüfen, hielt Irene Moser (SPD) fest. Ebenso wie Moser, lobte Ellen Fenrich (AfD) das ehrenamtliche Engagement der Freundeskreise. „Wir müssen keine Bäder schließen, sondern entwickeln sie weiter“ lobte Karl-Heinz Jooß (FDP) das Bäderkonzept, Friedemann Kalmbach (FW/FÜR) sprach von bislang klugen Investitionen und erwartet beim „Rappenwört“ kreative Lösungen, zumal hier geschützte Bereiche zu berücksichtigen sind, wie Lüppo Cramer (KAL/Die PARTEI) anmerkte. Investitionsstaus vermeiden, Rappenwört zu erhalten und erschwinglichen Eintrittspreisen, räumte Mathilde Göttel (DIE LINKE) Priorität ein. -fis-

 
 

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