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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 20. November 2020

Internationalisierung: Weltoffen, nachhaltig, innovativ

KARLSRUHE INTERNATIONAL: Mit neuer Strategie will sich die Fächerstadt lokal, europäisch und global positionieren. Foto: Fränkle.

KARLSRUHE INTERNATIONAL: Mit neuer Strategie will sich die Fächerstadt lokal, europäisch und global positionieren. Foto: Fränkle.

 

Fortschreibung der Internationalisierungsstrategie bis 2030 / Politik steht hinter Ergebnissen und Zielen / Dialog mit Stadtgesellschaft zentral

„Der Geist des Optimismus“ sei bei allen Akteurinnen und Akteuren spürbar, schickte Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup der Debatte um die Karlsruher Internationalisierungsstrategie voraus. Nun gelte es diesen „Esprit“ zu bewahren und die eingeschlagenen „Wege weiter zu gehen“. Dazu gehöre auch, die Einbindung der Stadtgesellschaft als „Motor der Internationalisierung“ konsequent fortzuführen.

Unterstützt wurde der OB dabei fraktionsübergreifend vom Gemeinderat, der den Fortschreibungsbericht wohlwollend zur Kenntnis nahm. Dieser beleuchtet zunächst die Umsetzung der im Jahre 2012 verabschiedeten Ziele. So seien 27 der 31 ursprünglich geplanten Maßnahmen abgeschlossen oder befänden sich in der Umsetzung. Zudem seien über 20 weitere Aktivitäten hinzugekommen, die sich erst nach Verabschiedung der Strategie ergeben hätten. Die nun neu festgelegten Internationalisierungsziele sollen bis 2030 umgesetzt werden.

Themen und Ziele bis 2030

Die Einteilung der insgesamt 50 Einzelmaßnahmen erfolgt in fünf thematisch gegliederte Gesamtziele. Das erste Ziel ist die "Internationale Stadtgesellschaft und Willkommenskultur" in Karlsruhe und umfasst etwa Maßnahmen zur beruflichen Integration Geflüchteter oder zur interkulturellen Unterstützung von Eltern. Das zweite Ziel "Zusammenarbeit in Europa und Europakompetenz" setzt, aufbauend auf der Evaluation des Prozesses von 2012 bis 2020, den Schwerpunkt internationaler Aktivitäten auf Europa-bezogene Themen-, Projekt- und Netzwerkarbeit, insbesondere grenzüberschreitend und mit Partnerkommunen. Beim dritten Ziel stehen "Globale, Verantwortung, Nachhaltigkeit und außereuropäische Kooperationen" im Vordergrund, etwa bei Klimapartnerschaften in Südamerika oder Afrika. Der "Innovations- und Wirtschaftsstandort in Europa und weltweit" zum Beispiel in den Bereichen Mobilität und Künstliche Intelligenz prägt die Inhalte des vierten Ziels und die "Internationale Positionierung der Stadt Karlsruhe" die des fünften.

Politik steht hinter Strategie

Nahezu durchweg positiv äußerte sich das Plenum zu den Inhalten des Berichtes. Zoe Mayer (GRÜNE) stellte eine "positive Klimabilanz" und "Menschenrechte" in den Fokus internationaler Bemühungen, Tilman Pfannkuch (CDU) "persönliche Begegnungen und Stadtmarketing" und Parsa Marvi (SPD) den "kulturellen Schatz" einer heterogen Stadtgesellschaft und die "globale Verantwortung". Tom Høyem (FDP) will internationale Bürgerinnen und Bürger "stärker einbinden" und "lebendige Traditionen" wie den Europatag fördern, Michael Haug (KAL/Die PARTEI) hob die "Einbindung der Stadtgesellschaft" und des Gemeinderats hervor und Friedemann Kalmbach (FW/FÜR) riet dazu, die "Qualitäten" Karlsruhes "zu erkennen und darzustellen".

Lukas Bimmerle (DIE LINKE) will der "internationalen Verantwortung" gerecht werden und das Leben für alle Menschen "in der Stadt und global attraktiver zu machen", während Ellen Fenrich (AfD) "in erster Linie Wirtschaft und Wissenschaft" verortet wissen wollte.

Alle Infos zur Internationalisierungsstrategie auf karlsruhe.de/b4/international/internationalisierung. -gem-

 

 
 

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