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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 20. November 2020

Kombilösung: Erdaushub und unten Straßenbau

ABBRUCH: Das obere Ende des Baugrubenverbaus kommt für den provisorischen Straßenbau in der Kriegsstraße weg. Foto: KASIG

ABBRUCH: Das obere Ende des Baugrubenverbaus kommt für den provisorischen Straßenbau in der Kriegsstraße weg. Foto: KASIG

 

Teilprojekt Kriegsstraße: Kombi-Arbeiten im Plan

Hier noch Aushubarbeiten bis auf die endgültige Tiefe der Baugrube, dort bereits auf weiten Strecken Straßenbau im fertiggestellten (Rohbau-)Tunnel: Der Umbau der Kriegsstraße mit einer neuen oberirdischen Gleistrasse und einem darunter liegenden Autotunnel vereint diese beiden Extreme auf der Gesamtlänge von 1,6 Kilometern

Direkt unter dem Karlstor im Baufeld W 1 ist der Abbruch der alten Betonsohle der früheren Unterführung der Kriegsstraße unter der Karlstraße hindurch abgeschlossen. Jetzt arbeiten sich die Aushubbagger bis auf jene Tiefe der Baugrube vor, von der aus die neue Tunnelsohle mit Bewehrung und Betonage wieder aufgebaut wird.

Wie die Karlsruher Schieneninfrastruktur-Gesellschaft (KASIG) als Bauherrin der Kombilösug mitteilt, konnte die alte, etwas mehr als 50 Jahre alte Sohle nicht weiterverwendet werden, weil der neue Autotunnel Kriegsstraße – er nennt sich Karoline-Luise-Tunnel – unter dem Karlstor künftig einen anderen Querschnitt haben wird. Bis Ende November ist der Aushub angesetzt – danach beginnen die Arbeiter mit der Bewehrung.

Nur wenige Meter östlich sind dagegen schon die Bautrupps im im Rohbau bereits hergestellten Tunnel unterwegs. Zwar nicht durchgängig, aber im Prinzip über die Strecke bis zum Mendelssohnplatz statten sie den Rohbau mit Entwässerungsrinnen und auch schon mit dem Straßenbau aus.

Denn abgesehen vom Baufeld W 1 zwischen Karlstor und Ritterstraße schließen sich die vorhandenen Lücken mit noch nicht hergestelltem Tunnelrohbau rasant: Östlich des Ettlinger Tors wird noch in den beiden Baufeldern O 5 und O 4 bewehrt, eingeschalt und betoniert. Im Baufeld O 3 zwischen Meidingerstraße und Rüppurrer Straße hat die Rohbauphase mit der Betonage der Decke des Blocks 102 geendet.

Der Straßentunnel in der Kriegsstraße besteht aus insgesamt 153 (Nordröhre) und 149 (Südröhre) Blöcken, das heißt: Abschnitten mit in der Regel zehn Meter Länge. Ein Block davon, der Block 66, ist das Kombibauwerk. Hinzu kommt noch die bisherige westliche Rampe der Auto-Unterführung am Karlstor, die aus weiteren 14 Blöcken besteht, hier mit einer Länge von in der Regel zwölf Metern Länge. -red-/-trö-

 
 

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