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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 20. November 2020

Wildparkstadion: Die letzte Tribüne fällt

AUSGEDIENT: Mit einem symbolischen Baggerbiss begann der Abriss der Haupttribüne im Wildparkstadion. Der Rückbau beginnt an den Seiten, dann wird das Dach abgebaut. Foto Fränkle

AUSGEDIENT: Mit einem symbolischen Baggerbiss begann der Abriss der Haupttribüne im Wildparkstadion. Der Rückbau beginnt an den Seiten, dann wird das Dach abgebaut. Foto Fränkle

 

Stadionneubau im Wildpark läuft wieder im Zeitplan

Nach 27 Jahren hat die Haupttribüne im Wildparkstadion endgültig ausgedient. In der vergangenen Woche begannen die Abrissarbeiten für das Bauwerk, das einige turbulente Spielzeiten und denkwürdige Fußballschlachten miterlebt hat, das aber von den Fußballfans nie richtig ins Herz geschlossen wurde. „Ein bisschen Wehmut“, verspürte Projektleiter Frank Nenninger von der Karlsruher Schieneninfrastruktur- Gesellschaft (KASIG) dennoch, als die erste Metallstrebe vom Dach entfernt wurde.

Aus architektonischer Sicht sei es „an sich schon ein tolles Bauwerk“, für den Nutzungszweck allerdings „veraltet“. Aus wirtschaftlichen Gründen hätten sich die Anforderungen an Logen, Business- und VIP-Bereiche wesentlich verändert, blickt Nenninger lieber nach vorne und freut sich auf das neue Stadion, dessen Bauweise einen „Hexenkessel für die Fans“ erwarten lasse. Wenn alles weiter nach Plan läuft, soll im Sommer 2022 das neue Stadion komplett fertig sein.

Für den Abriss der Haupttribüne ist ein Zeitraum von sechs Wochen angesetzt. Zunächst wird an den Seiten begonnen, dann geht es schrittweise „kontrolliert“ weiter, weil die Statik durchgehend erhalten bleiben muss, um die Restnutzung zu ermöglichen. Derzeit nutzen auch noch die Spieler und Schiedsrichter die Umkleideräume in der Haupttribüne. Wenn die Osttribüne bezogen werden kann, ziehen die Zuschauer, soweit bis dahin zu gelassen, hinüber. Zum ersten Heimspiel im neuen Jahr gegen die Spielvereinigung Greuther Fürth, soll es schon soweit sein. Spieler und Schiedsrichter ziehen dann in Provisorien beim ehemaligen Fanshops, für den Weg zum Spielfeld wird ein Durchgang zwischen den Tribünenbaustellen eingerichtet. -fis-

 
 

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